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Lernen mit KI? Bremer Expertinnen erklären, wie das geht

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Ein Senior arbeitet einem einem Laptop mit Hilfe eines Digital-Assistenten

Lernen mit KI? Bremer Expertinnen erklären, wie das geht

Auch ältere Menschen können KI für ihre Zwecke nutzen. Sowohl, um im Internet zu recherchieren als auch anhand selbst hochgeladener Quellen (Symbolbild). Bild: dpa | Heiko Rebsch
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Künstliche Intelligenz spielt beim Lernen eine immer größere Rolle – auch im Alltag. Bremer Dozentinnen erklären, wie man mit KI am besten lernt und worauf man achten muss.

buten un binnen bei Google bevorzugen

An Bremens Schulen ist der Einsatz von Künstlicher Intelligenz fast schon zur Routine geworden. Im Umland ist es nicht anders. So hilft aktuell ein KI-Roboter in Delmenhorst Schülerinnen und Schülern dabei, sich auf die mündliche Abi-Prüfung vorzubereiten.

Wie aber kann man im alltäglichen Leben KI am besten nutzen, um sich Wissen anzueignen? Darüber hat buten un binnen mit Annika Lambeck und Julie Direnga gesprochen. Direnga unterrichtet an der Uni Bremen KI in der Lehre. Die selbstständige KI-Managerin Lambeck gibt unter anderem an der Bremer Volkshochschule KI-Kurse.

Porträt von Julie Direnga
KI-Expertin Julie Direnga unterrichtet an der Uni Bremen. Bild: Jens Leimann

Oft hört man von KI als "Sparringspartner" beim Lernen. Was steckt dahinter?

Direnga sagt, dass KI, anders etwa als ein Lehrbuch, auch direkte Rückfragen beantworten könne.

Annika Lambeck erklärt: "Ich kann der KI sagen: Bitte tu’ so, als wenn du mein Lehrer wärest: Waren meine Antworten korrekt, was kann ich verbessern?" Dafür eigneten sich unter anderen die bekannten Programme ChatGPT (Open AI) sowie Gemini von Google.

Wie kann ich mich mit KI beispielsweise auf eine Fahrprüfung vorbereiten?

Lambeck rät für solche Fälle zu KI, die sich nur auf Quellen stützt, die man ihr zur Verfügung stellt. Sie empfiehlt beispielsweise die kostenlose Version von "notebookLM" (gehört zu Google). "Hier kann man dann das ganze Lehrmaterial aus der Fahrschule hochladen."

Porträt von Annika Lambeck
Verrät der KI nur, was sie auch laut im Bus sagen würde: Annika Lambeck. Bild: privat

Nun ergäben sich viele Möglichkeiten: "Ich kann mir den Stoff in einfache Sprache übersetzen oder zusammenfassen lassen. Oder ich kann mir von der KI ein Lernquiz erstellen lassen. Oder einen Lehrfilm. Oder auch Karteikarten zum Lernen", so Lambeck.

Entscheidend für den Erfolg sei, dass man der KI genaue Anweisungen, auch Prompts genannt, gibt. Das sagt auch Julie Direnga, die sich an der Uni Bremen mit digitaler Lehre befasst hat: "Je genauer man die KI instruiert, desto besser." Direnga empfiehlt Anwenderinnen und Anwendern, ihre KI-Anweisungen abzuspeichern. "Dann kann man sie, je nach Aufgabe, weiter verfeinern, statt immer wieder von vorn anzufangen."

Ich kann mit dem Lehrmaterial interagieren, habe kein starres Werk vor mir.

Julie Direnga

Dadurch werde das Lernen zum einen barriereärmer. Zum anderen werde es aber auch für jene leichter, die sich gut mit einem Thema auskennen.

KI ist auch bekannt dafür, zu fabulieren. Wie erkenne ich, ob die KI die Wahrheit sagt?

Beide Expertinnen sagen, dass das Fabulieren von KI typisch sei für Tools (Programme), die im Internet nach neuen Quellen suchen. Der beste Schutz vor falschen Informationen durch die KI bestehe daher darin, selbst zu bestimmen, welche Quellen eine KI nutzt.

Wer KI zur Recherche im Internet einsetzt, sollte ihre Infos unbedingt überprüfen, sagt Lambeck und erklärt das Vorgehen: "Man muss sich immer belegbare Quellen von der KI herausgeben lassen. Die klickt man dann an, um zu gucken, ob alles stimmt."

Was sollte man für das Lernen mit KI wissen?

Jede KI hat ihren Preis. Das sagen Lambeck und Direnga gleichermaßen. Anders ausgedrückt: Für KI, die kein Geld kostet, zahlt man mit seinen Daten. "Die Tools trainieren mit den Daten, die wir eingeben", sagt Lambeck.

Man sollte der KI nur mitteilen, was man auch bereit wäre, laut im Bus zu sagen.

Annika Lambeck

Im Übrigen hätten die unterschiedlichen Tools auch unterschiedliche Stärken. So empfiehlt Lambeck beispielsweise Perplexity AI aus San Francisco für private Recherchen und Gamma für Präsentationen.

Geld müsse man als Privatperson in der Regel nicht für KI ausgeben. Auch Direnga sagt: "Für Privatpersonen reichen die meisten Anwendungen, die kostenlos zur Verfügung stehen, aus."

Einig sind sich die beiden Dozentinnen auch darin, dass KI dem Lernenden die Chance eröffnet, genau so zu lernen, wie es ihm am ehesten liegt. "Und Spaß macht es auch", fügt Lambeck hinzu.

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Können KI-Roboter bald mündliche Abiturprüfungen halten?

Bild: Radio Bremen
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Quelle: buten un binnen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Nachmittag, 16. April 2026, 15:40 Uhr