Standdatum: 29. Mai 2024.
Urteil nach Femizid: Lebenslange Haft für Mord an Frau in Verden
Bild: dpa | Hauke-Christian Dittrich
Ein 31-Jähriger hat seine damalige Partnerin an ihrem 31. Geburtstag mit 22 Messerstichen getötet. Das Gericht stellte niedrige Beweggründe fest.
Demnach tötete der Mann seine Partnerin im September 2023, weil diese eine Beziehungspause wollte und andere Vorstellungen vom Umgang mit den gemeinsamen Kindern gehabt habe als er. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Information zum Thema
Was ist ein (Stellvertreter)-Femizid?
Ein Femizid ist ein Mord an Mädchen oder Frauen wegen ihres Geschlechts – also weil sie weiblich sind – oder damit einhergehenden Rollenvorstellungen, nach denen Frauen Männern untergeordnet sind. Der Begriff ist im deutschen Recht kein eigener Straftatbestand, sondern soll die Hintergründe der Taten erklären. Die Soziologin Diana Russell prägte den Begriff 1976, um zu unterstreichen, dass viele Tötungen auf sexistische und frauenverachtende Einstellungen der Täter zurückgehen.
Außerdem gibt es sogenannte Stellvertreter-Femizide: Hierbei geht es um Tötungen von Personen aus dem Umfeld der Partnerin oder Ex-Partnerin – ebenfalls aus frauenfeindlichen Motiven. Sie selbst wird dabei am Leben gelassen.
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Quelle :
buten un binnen.
Dieses Thema im Programm:
Bremen Eins, Rundschau am Nachmittag, 29. Mai 2024, 17 Uhr