Eine triste Werder-Krise und 4 weitere Fakten zum Gladbach-Duell
Ärger unter Werder-Fans: Wer ist Schuld an der Sieglos-Serie?
Um 15:30 Uhr treffen im Weser-Stadion zwei Klubs aufeinander, die schon bessere Fußball-Tage gesehen haben. Dabei war das Hinspiel für Werder ein Spektakel gewesen.
1 Die Bremer warten seit Anfang November auf einen Sieg
Werder Bremen ist seit neun Spielen sieglos (drei Remis, sechs Niederlagen), so lange wie nie zuvor seit dem Wiederaufstieg 2022 und so lange wie aktuell kein anderes Team. Der Vorsprung auf Rang 16 beträgt nur noch drei Zähler. In einer Tabelle ab dem 11. Spieltag liegen die Bremer mit nur drei von 27 möglichen Punkten auf dem letzten Platz und erzielten in diesem Zeitraum auch die wenigsten Treffer (sechs). Der letzte Werder-Sieg datiert vom 7. November (zu Hause 2:1 gegen Wolfsburg); Samuel Mbangula erzielte in der Nachspielzeit den Siegtreffer.
2 Mönchengladbach mit nur einem Punkt aus drei Spielen
Von den vergangenen sechs Partien gewann die Borussia nur eine, zum Jahresauftakt gab es einen 4:0-Heimsieg gegen Augsburg. Mönchengladbach ist seit drei Spielen sieglos, holte daraus nur einen Punkt (0:0 in Hamburg). Zuletzt blieb die Elf vom Niederrhein erstmals unter Eugen Polanski zwei Mal in Folge ohne eigenen Treffer; das letzte Borussia-Tor erzielte Shuto Machino am 17. Spieltag bei der 1:5-Auswärtsniederlage gegen Hoffenheim. Gladbach hat nach 19 Spieltagen lediglich 20 Punkte auf dem Konto, so wenige wie zuletzt vor 15 Jahren (damals gar nur 13).
3 Erster Werder-Sieg für Steffen und das Ende für Seoane
Am 3. Spieltag siegte Werder Bremen mit 4:0 in Gladbach; es war der erste und bis heute auch höchste Pflichtspiel-Sieg unter dem neuen Trainer Horst Steffen. Einen Tag nach dem Spiel trennte sich die Borussia von Trainer Gerardo Seoane. Matchwinner der Partie war Samuel Mbangula: Der Belgier erzielte sein erstes Bundesliga-Tor (zum 1:0), gab seine erste Torvorlage (zum 2:0) und holte den Strafstoß zum 3:0 heraus (Foul von Kevin Diks). Zu Saisonbeginn war Mbangula bei Werder noch gesetzt, seit dem 10. Spieltag stand er aber nur noch einmal in der Startelf.
4 Tore, ein Triumph – Werders Fußball-Party in Gladbach im Video
4 Wieder Ramba-Zamba an der Weser?
In den letzten vier Duellen beider Teams an der Weser fielen 22 Tore (11:11), immer mindestens vier pro Partie. Beim letzten Aufeinandertreffen in Bremen siegten die Fohlen am 26. Spieltag 2024/25 mit 4:2. Tim Kleindienst traf zum Endstand und kassierte in der Nachspielzeit seinen einzigen Platzverweis in der Bundesliga (Gelb-Rote Karte).
5 Sugawara ein gleichwertiger Weiser-Ersatz
Auch ohne den langzeitverletzten Mitchell Weiser (2024/25 mit acht Torvorlagen Werders Top-Vorbereiter) ist der rechte Flügel weiterhin das offensive Aushängeschild der Bremer. Neun der 21 Treffer wurden über die rechte Außenbahn eingeleitet (42 Prozent). Das ist vor allem ein Verdienst von Yukinari Sugawara: Der aus Southampton gekommene Japaner schlug voll ein in Bremen und bereitete bislang vier Tore vor (bei Werder hat nur Romano Schmid einen Assist mehr). Die Vorlage zum 1:0 in der Hinrunde in Mönchengladbach war Sugawaras erster Scorer-Punkt in der Bundesliga.
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Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 30. Januar 2026, 18:06 Uhr