Werder trennt sich von Cheftrainer Steffen
Werder trennt sich von Cheftrainer Steffen
Horst Steffen hatte erst vor dieser Saison das Traineramt bei den Bremern übernommen. Doch nach zehn sieglosen Partien in Serie zieht Werder nun die Reißleine.
Sportchef Clemens Fritz hatte Steffen bereits nach dem 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach keine Jobgarantie mehr ausgesprochen. Am Sonntagmorgen hat der Klub den Trainer nun freigestellt.
"Es war eine schwere Entscheidung, aber wir haben nicht mehr die Überzeugung, dass Horst den Turnaround nach dieser langen Serie ohne Sieg gemeinsam mit der Mannschaft schaffen wird", begründet Fritz die Trennung. "Diese Erkenntnis wiegt natürlich schwer, gerade weil wir Horst sehr schätzen, aber sie ist das Ergebnis aus der Analyse der sportlichen Situation und den Gesprächen, die wir zuletzt geführt haben."
Steffen holte in 20 Spielen lediglich 19 Punkte
Vorerst werden die derzeitigen Co-Trainer Raphael Duarte und Christian Groß die Mannschaft übernehmen. Laut Fritz ist Werder "intensiv auf der Suche nach einem neuen Cheftrainer". Für diese Suche möchte der Klub sich "die nötige Zeit nehmen, um die für Werder beste Lösung zu finden".
Steffen kam im vergangenen Sommer aus der 2. Liga von der SV Elversberg zu den Bremern. Mit Werder holte er in 20 Partien allerdings lediglich 19 Punkte. Zudem war im DFB-Pokal bereits in der ersten Runde gegen den Zweitligisten Arminia Bielefeld (0:1) Schluss.
Werders Fans kritisieren die Arbeit von Fritz und Niemeyer
Für die sportliche Krise ist Steffen aber nicht allein verantwortlich. Fritz und der Sportliche Leiter Peter Niemeyer stehen bei den Fans noch mehr in der Kritik als der glücklose Trainer. Neben dem großen Verletzungspech ist die Kaderplanung in Bremen das große Problem dieser Saison. Zahlreiche Neuzugänge kamen erst spät und wurden nur ausgeliehen. Als Verstärkung erwies sich bislang nur der Japaner Yukinari Sugawara.
Quellen: buten un binnen und dpa.
Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 1. Feburar 2026, 10 Uhr