Infografik

Zahl der Arbeitslosen in Bremen sinkt – aber auch die Zahl der Jobs

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Der Schriftzug "Agentur für Arbeit" hängt am Gebäude der Bundesagentur für Arbeit im Bremer Stadtzentrum.

Weniger Arbeitslose im Land Bremen – aber auch weniger Jobs

Die Arbeitslosenquote ist in Bremen so hoch wie in keinem anderen Bundesland. Bild: dpa Bildfunk | Sina Schuldt
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Deutschlandweit sinkt die Zahl der Arbeitslosen – auch in Bremen. Mit 11,2 Prozent Arbeitslosenqoute bleibt Bremen allerdings Sorgenkind. Und auch die Zahl der freien Stellen geht zurück.

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Im September haben mehr Bremerinnen und Bremer Arbeit gehabt als noch im Vormonat. Im kleinsten Bundesland waren 42.328 Menschen arbeitslos gemeldet, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit mitteilte. Das waren 1.005 Arbeitslose weniger als im August und 1.144 weniger als vor einem Jahr.

Die Arbeitslosenquote liegt nun bei 11,2 Prozent, die höchste in einem Bundesland. Zum Rückgang trugen laut Arbeitsagentur vor allem junge Menschen bei, die nach Schule oder Ausbildung eine Beschäftigung oder Ausbildung begonnen haben. Auch unter Ausländern sank die Arbeitslosigkeit.

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Bei den gemeldeten freien Stellen gab es im September dagegen einen Rückgang: Im Vergleich zum Vormonat wurden sieben Prozent weniger Jobs angeboten, wie aus den Zahlen weiter hervorgeht. Allerdings gebe es immer noch deutlich mehr offene Stellen als noch vor einem Jahr.

Für Arbeitslose bedeutet das: Auch wenn die Quote leicht sinkt, wird die Suche nach einer neuen Stelle eher schwieriger.

Niedersachsen: Weniger Arbeitslose, mehr offene Stellen

In Niedersachsen ist die Lage etwas günstiger. Nach Angaben der Arbeitsagentur waren 274.702 Menschen arbeitslos gemeldet, das sind 7.719 weniger als im August. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Punkte auf 6,1 Prozent und liegt damit in etwa auf Bundesniveau.

Der Ausblick für den Arbeits- und Ausbildungsmarkt scheint sich aufzuhellen.

Johannes Pfeiffer, Chef der Arbeitsagentur in Niedersachsen

Wie in Bremen spielt auch in Niedersachsen der Ausbildungsstart eine wichtige Rolle. Viele Jugendliche und junge Erwachsene wechseln im Herbst aus der Arbeitslosigkeit in eine Ausbildung oder in eine neue Beschäftigung. Anders als im Land Bremen steigt in Niedersachsen gleichzeitig die Zahl der offenen Stellen. Besonders in der Verkehrs- und Logistikbranche werden wieder mehr Arbeitskräfte gesucht.

Schwacher Beginn der "Herbstbelebung"

Deutschlandweit ist die Zahl der Arbeitslosen wieder unter die Drei-Millionen-Grenze gefallen. Im Vergleich zum Vormonat nahm sie um 67.000 Menschen auf 2,994 Millionen ab, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg am Mittwoch mitteilte. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 6,4 Prozent. "Im September beginnt am Arbeitsmarkt die Herbstbelebung. Der Auftakt fällt allerdings schwunglos aus", erklärte Agentur-Chefin Andrea Nahles.

Mit Beginn der Sommerpause steigt die Zahl der Arbeitslosen ab Juli regelmäßig. Hinzu kommt die relativ ​maue Konjunktur. Mit dem ​Ende der Sommerpause im September setzt ‌meist eine Herbstbelebung ein, denn Firmen stellen üblicherweise wieder mehr ein.

Quellen: buten un binnen, AFP, dpa und Reuters.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 30. September 2026, 11 Uhr