Kita-Träger pleite: Bremer CDU macht Behörde schwere Vorwürfe
400 Bremer Kita-Plätze durch Träger-Insolvenz gefährdet
Grund für die Kritik ist das Aus des Bremer Kita-Trägers PME Familienservice. Die Bildungsbehörde weist den Vorwurf zurück, man habe die Kitas nicht ausreichend finanziert.
Wegen fehlender ausreichender Finanzierung habe die Behörde ohne Not die Pleite des Trägers erzwungen, sagte die Bremer CDU-Familienpolitikerin Sandra Ahrens. Wenige Wochen vor Weihnachten seien nun 430 Familien mit ihren Kindern und etwa 120 Beschäftigte die Leidtragenden, weil die Bildungsbehörde ohne Not eine Kettenreaktion ausgelöst habe, sagte Ahrens weiter. Der Träger PME-Familienservice betreibt in der Stadt Bremen acht Kindertagesstätten, deren Zukunft jetzt ungewiss ist.
Minus von mehr als einer Million Euro
CDU-Politikerin Ahrens bezieht sich auf die Kritik des Trägers: Dieser hatte als Grund für den bevorstehenden Insolvenzantrag angegeben, dass die Stadt ihn schon seit 2008 nicht mehr ausreichend finanzieren würde. Laut PME-Familienservice häufte sich deshalb ein Minus von mehr als einer Million Euro an. Die Bremer FDP fordert vom Senat eine rasche Aufklärung, wie es zu der Situation kommen konnte.
Die Bildungsbehörde bedauert die Insolvenz: Bildungssenator Mark Rackles (SPD) sagte in einer Mitteilung, dies sei für alle Betroffenen eine große Belastung. "Mir ist bewusst, wie verunsichernd diese Situation für alle Beteiligten ist", sagte Rackles. Das Ressort wolle nun schnell mit dem Insolvenzverwalter sprechen und die künftige Betreuung der betroffenen Kinder sichern. Seine Staatsrätin Jennifer Müller-Wilckens (SPD) erläuterte bei buten un binnen, man habe sich bei der Ausschüttung der Gelder stets an gesetzliche Regelungen gehalten."Gesetzliche Regelungen besagten, dass wenn die Insolvenz droht, wir besonders vorsichtig sein müssen." Ab jetzt könnte die Behörde das bezahlen, was auch tatsächlich geleistet werde.
Quelle: buten un binnen.
Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 21. November 2025, 19:30 Uhr