"Chaos und Frust": Bremer Opposition kritisiert Handyverbot-Wirrwarr

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Handyverbot an Bremer Schulen verschoben: Senatorin Aulepp in der Kritik

Bild: dpa | Keystone/Christian Beutler
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Statt im Juni kommt das Handyverbot an Schulen nun erst nach den Sommerferien. CDU und FDP werfen der Bildungsbehörde und Senatorin Aulepp Versagen vor.

buten un binnen bei Google bevorzugen

Das Handyverbot sei schlecht gemacht und dilettantisch umgesetzt, sagt CDU-Bildungspolitikerin Yvonne Averwerser zu buten un binnen. "Das alles zeigt, dass die Behörde offensichtlich keine Ahnung hat, wie Schule und Verwaltung funktionieren."

Der Termin für das Handyverbot am 1. Juni war utopisch. Ein Schnellschuss, der dem Thema nicht wirklich zuträglich war.

CDU-Bildungspolitikerin Yvonne Averwerser

Klar sei aber, dass es eine digitale Schutzzone für Schüler geben müsse, so Averwerser. Dazu habe die CDU im August selbst einen Antrag gestellt.

Die FDP spricht wiederum von planlosem Aktionismus. Wenn Senatorin Sascha Aulepp (SPD) selbst einfache Verwaltungsprozesse wie einen Erlass nicht umsetzen könne, sei sie für den Job ungeeignet, sagte FDP-Bildungspolitiker Fynn Voigt: "Statt mit den Schulen gemeinsam Lösungen zu entwickeln, prescht sie mit Verboten vor."

Das Ergebnis ist Chaos, Frust und Unverständnis bei den Betroffenen.

FDP-Bildungspolitiker Fynn Voigt

Auch Grüne und Linke äußern Bedauern

Die Grünen wiederum befürworten zwar das Verbot, das Fraktionsvorsitzende Henrike Müller als "unstrittig sinnvoll" bezeichnet. Doch auch der SPD-Koalitionspartner zeigt sich mehr als unglücklich über die Umsetzung. "Dass das erst mit der überraschenden Ankündigung eines Hauruck-Verfahrens und nun mit erwartbaren Verzögerungen aus dem Senat verkompliziert wird, ist bedauerlich." Linken-Politikerin Miriam Strunge findet es hingegen gut, dass die Schulen nun bis zu den Sommerferien Zeit haben, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Das Handyverbot hält sie aber insgesamt für zu strikt.

Personalrat-Vorsitzender Jörn Lütjens findet ein Handy-Verbot inhaltlich richtig, kritisiert aber die Kommunikation. "Ich hätte gern nicht erst aus der Presse, sondern direkt davon erfahren", betont Lütjens. Dass das Verbot nun erst ab dem kommenden Schuljahr kommt, bezeichnet er aber als "vernünftigeren Zeitraum". Auch die Bremer Gesamtschüler*innenvertretung zeigt sich über die Kommunikation verärgert. "Das alles so schnell umzusetzen, war einfach utopisch und ist absolut katastrophal", sagt Schülervertreter Elliot Belmadani. Sowohl die Schulleitungen als auch die Lehrkräfte und Schüler fühlten sich nicht zum ersten Mal übergangen, so Belmadani.

Es fühlen sich immer wieder sehr viele Leute aus dem Bereich Bildung total übergangen von der Kommunikation der Senatorin für Kinder und Bildung.

Elliot Belmadani von der Gesamtschüler*innenvertretung

Zustimmung des Personalrats fehlt

An den Schulen sind Handys ab dem kommenden Schuljahr bis zur 10. Klasse verboten. Ursprünglich sollte die Regelung schon ab Juni gelten, wurde dann aber noch einmal verschoben. Grund dafür ist die noch ausstehende Zustimmung des Personalrats. Der Erlass konnte daher noch nicht veröffentlicht werden und ist damit nicht rechtskräftig.

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Handys liegen in einem Klassenzimmer auf einem Tisch.

Warum das Handyverbot an Bremer Schulen nun doch nicht ab heute gilt

Bild: dpa | Hauke-Christian Dittrich
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Quelle: buten un binnen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Nachmittag, 2. Juni 2025, 16 Uhr