Bremens Wissenschaftssenatorin räumt Fehler bei Semesterbeitrag ein
Semesterbeitrag in Bremen steigt zum Wintersemester – vorübergehend
Eigentlich wollte die rot-grün-rote Koalition den Semesterbeitrag stabil halten. Dafür lag auch Geld bereit. Doch bei der Umsetzung hakte es.
An den Hochschulen im Land Bremen bleibt es zum Wintersemester bei der angekündigten Anhebung des Semesterbeitrags. Einen Antrag der Fraktion Bündnis Deutschland, die Erhöhung zu stoppen, hat die Bremische Bürgerschaft mit breiter Mehrheit abgelehnt. Im nächsten Jahr soll es nach Angaben des Wissenschaftsressorts aber Entlastungen geben.
443 Euro müssen Studentinnen und Studenten zum Wintersemester zahlen – 18 Euro mehr als bislang. Der Grund: die Kosten fürs Deutschlandticket sind deutlich gestiegen und das ist an den Semesterbeitrag gekoppelt.
Bündnis Deutschland wollte die Erhöhung stoppen
Bündnis Deutschland warf der rot-grün-roten Koalition Wortbruch vor, weil sie den Beitrag eigentlich stabil halten wollte. Dafür war in den Haushaltsberatungen im März auch Geld zur Verfügung gestellt worden. Bremens Wissenschaftssenatorin Henrike Müller (Grüne) räumte Versäumnisse ein.
Ja, auch bei uns im Haus hätte die Prüfung, ob es irgendwie zum kommenden Wintersemester möglich ist, durchaus schneller gehen können. Und auch die zwischenzeitliche Falschinformation, dass wir nur um zehn Euro reduzieren können, tut uns wirklich leid. Auch das hat zu Verunsicherung geführt.
Henrike Müller (Grüne), Bremens Wissenschaftssenatorin
Im kommenden Jahr, so versprach Müller, würden zum Sommer- und Wintersemester 18 Euro pro Kopf ausgeschüttet – das sei die gute Nachricht für die Studierenden.
Quelle: buten un binnen.
Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Morgen, 21. Mai 2026, 7 Uhr