Krabben wieder deutlich günstiger – dank üppiger Fänge in der Nordsee

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Ein Krabbenfischer  kocht die frisch gefangenen Krabben an Bord des Krabbenkutters.
Für Krabbenfischer hat sich der Fang zuletzt verbessert. (Archivbild) Bild: dpa bildfunk | Ingo Wagner
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Gute Nachrichten für Krabbenfans: Der Fang hat sich zuletzt verdoppelt; die Preise sinken. Muschelfischer haben hingegen zu kämpfen. Ihr Fang halbierte sich.

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Die Krabben- und Muschelfischer haben in der Vergangenheit immer wieder mit Krisen zu kämpfen gehabt. Das hat sich auch auf die Preise ausgewirkt. Für ein Krabbenbrötchen mussten Kunden im vergangenen Sommer noch bis zu 15 Euro ausgeben. Doch die Lage hat sich entspannt. Die kleine Hochsee- und Küstenfischerei an der Nordsee hat im vergangenen Jahr deutlich mehr gefangen. Das zeigt der neue Jahresbericht des Landesfischereiverbands Weser-Ems.

Die Entwicklung macht sich nun an der Fischtheke bemerkbar. In Greetsiel zahlen Kunden für ein Krabbenbrötchen derzeit 7,20 Euro, also deutlich weniger als im Vorjahr. Die Fischer verdoppelten ihren Krabbenfang auf insgesamt mehr als 2.000 Tonnen. Vor allem ab dem Sommer stiegen die Fangmengen deutlich an, sagte der Vorsitzende des Verbands der kleinen Hochsee- und Küstenfischerei, Dirk Sander.

Die Muschelfischer fingen dagegen etwa nur halb so viel wie im Vorjahr. Das liege daran, dass Fahrrinnen und Kabeltrassen ausgebaggert und die Sedimente in der Nordsee verklappt werden. Dadurch wachsen die Muscheln schlechter, hieß es. Sander kritisiert, dass die Fanggebiete durch Windparkprojekte und Schutzzonen in der Nordsee kleiner werden. Auch die Bürokratie nehme deutlich zu und verursache Kosten. Die Fischer fordern eine klare politische Perspektive und ausreichend Fanggebiete, um wirtschaftlich überleben zu können.

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Autor/Autorin

  • Autor/in
    Frank Jakobs

Quelle: buten un binnen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 6. März 2026, 14 Uhr