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Sprit-Hilfe für Fischer verlängert – wird Fisch trotzdem teurer?

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Sobald die Krabben weiße Punkte bekommen und krumm sind, können sie gepult werden.
Sobald die Krabben weiße Punkte bekommen und krumm sind, können sie gepult werden.
Auch Krabbenfischer an der Wurster Nordseeküste profitieren von den Hilfen. (Archivbild) Bild: Radio Bremen | Till Kohlwes
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Wegen hoher Spritpreise erhalten Fischer weiter Zuschüsse von bis zu 50.000 Euro. Was das für Fischbrötchen und Co. heißt und warum Verbände Wettbewerbsverzerrung sehen.

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Gute Nachrichten für Deutschlands Fischer: Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat in Absprache mit der EU die Hilfen für die Fischerei verlängert. Sie leiden als energieintensiver Sektor besonders unter hohen Dieselpreisen. Das Programm gab es seit März, im Juli lief es eigentlich aus. Nun gibt es eine Verlängerung bis Jahresende.

Wer genau bekommt diese Hilfen?

Alle Fischer, die den Beruf an der Nord- und Ostsee hauptberuflich ausüben. An der gesamten deutschen Küste gibt es etwa 1.300 Fischer, die so einen Antrag an das Landwirtschaftsministerium stellen dürfen. Dazu zählen auch die Krabbenfischer an der Wurster-Nordseeküste. Das sind aktuell zehn Betriebe.

Und wie viel Zuschuss wird ausgezahlt?

Bezuschusst wird der Diesel und zwar mit 24 Cent pro Liter. Das Ministerium wollte die Förderungen möglichst unbürokratisch zur Verfügung stellen. Deshalb müssen die Fischer nicht jede Tankrechnung einreichen, die Hilfe wird nach Motorleistung berechnet. Das heißt: Je größer der Motor, desto mehr Geld gibt es.

Ein gängiger Krabbenkutter bekommt zum Beispiel 51 Euro pro Kilowatt. So ein Schiff hat normalerweise etwa 200 Kilowatt Leistung. In dem Fall wären das also mehr als 10.000 Euro Förderung. Bei maximal 50.000 Euro ist aber Schluss.

Profitieren die Fischer auch vom aktuellen Tankrabatt?

Nein, tun sie nicht, auf Schiffsdiesel wird keine Energiesteuer erhoben. Der ist dadurch günstiger, mittlerweile aber trotzdem fast doppelt so teuer wie vor dem Iran-Krieg.

Was bedeuten diese Spritpreis-Steigerungen für die Kunden?

Das lässt sich schwer sagen. Die Fischer haben unterschiedliche Vertriebswege und können Kostensteigerungen deshalb nicht immer gleichmäßig weitergeben. Manche haben zum Beispiel langfristige Verträge mit großen Abnehmern wie Discountern, Anpassungen bei gestiegenen Kosten sind da nicht einfach möglich.

In dem Fall wird der Fisch also nicht teurer, die Betriebe geraten aber immer weiter unter Kostendruck. Ein Fischer, der seinen Fang beispielsweise an ein lokales Restaurant liefert, kann teilweise Mehrkosten an den Kunden weitergeben.

Wie geht es den Fischern mit der Situation?

Für die Fischer seien diese Hilfen wichtig und gut, sagt der Geschäftsführer des Deutschen Fischereiverbands Peter Breckling. Vor allem, dass sie unbürokratisch und schnell kommen. Er sieht aber trotzdem eine Wettbewerbsverzerrung. Denn die Fischer in den Niederlanden bekämen deutlich mehr Geld – bis zu 70 Prozent mehr pro Liter Diesel. Und die sind teilweise auch in deutschen Gewässern unterwegs, sagt der Verband. Die aktuellen Hilfen könnten diese Verzerrung nur abmildern.

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Bild: Radio Bremen
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    Levin Meis

Quelle: buten un binnen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Der Morgen, 20. Oktober 2026, 7:36 Uhr