Wie stark treffen die US-Stahl-Zölle Bremens Wirtschaft?

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Zwei Männer in feuersicherer Kleidung arbeiten an einem Hochofen

US-Stahlzölle in Höhe von 50 Prozent: Wie stark trifft das Bremen?

Stahl macht zwei Prozent der Bremer Exporte in die USA aus. Bild: dpa | Carmen Jaspersen
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Der US-Präsident hat die Zölle auf Stahl und Aluminium auf 50 Prozent erhöht. Die deutsche Stahlbranche spricht von einer "neuen Eskalationsstufe".

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Es vergeht kaum ein Tag, ohne neue Zoll-Nachricht aus den USA. Die neueste Wendung: Ab Mittwoch sind die Stahl-Zölle von 25 auf 50 Prozent verdoppelt worden. Stahl machte 2023 laut Bremens Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke) allerdings nur zwei Prozent der US-Exporte aus der Hansestadt aus. Daher sind die Auswirkungen der Stahl-Zölle auf den Wirtschaftsstandort Bremen begrenzt.

Die deutsche Wirtschaftsvereinigung Stahl sieht in der Verdoppelung der Stahl-Zölle eine "neue Eskalationsstufe im transatlantischen Handelskonflikt" und drängt die Bundesregierung zu einer stärkeren Unterstützung.

Wie gut sind die Unternehmen vorbereitet?

Torsten Grünewald von der Bremer Handelskammer sagt, dass die Auswirkungen der erhöhten Stahl-Zölle auf den Bremer Standort schwer einzuschätzen sind. Wie stark die Unternehmen getroffen werden, hänge unter anderem davon ab, wie gut sie sich vorbereitet haben.

Trump will mit den höheren Zöllen die heimische Wirtschaft schützen und Arbeitsplätze in den USA schaffen. Der Republikaner fährt seit Beginn seiner zweiten Amtszeit im Januar einen harten handelspolitischen Kurs, der die weltweiten Lieferketten und die Aktienmärkte erschüttert hat. Die Europäische Kommission verhandelt derzeit mit der US-Regierung, um weitere Aufschläge abzuwenden.

Trotz der begrenzten Auswirkungen der Stahl-Zölle wird die Zollpolitik des US-Präsidenten in Bremen besonders aufmerksam verfolgt. Denn: Der hiesige Exportstandort ist sehr von den USA abhängig. Gut 15 Prozent der Bremer Exporte gingen 2023 in die Vereinigten Staaten. Kein anderes Bundesland hat einen höheren Wert aufzuweisen. Im Bundesdurchschnitt liegt der US-Anteil an den deutschen Exporten bei rund zehn Prozent.

Noch krasser ist die Abhängigkeit vom US-Markt bei den Bremer Auto-Exporten. Mehr als 72 Prozent der Bremer Exporte in die USA entfallen nämlich auf Autos und Autoteile. Auch das ist der Spitzenwert unter den Bundesländern und mehr als das Dreifache des Bundesschnitts.

Anteil Kraftwagen- und Kraftwagenteile an den Gesamtexporten in die USA (nach Bundesländern)

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Quelle: dpa.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 31. Mai 2025, 9 Uhr