Darum stecken die Fischtown Pinguins in der Eishockey-Krise

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Fischtown Pinguins feiern deutlichen Heimsieg gegen Ingolstadt

Mit dem 6:2-Kantersieg gegen Ingolstadt ging es immer von 13 auf Platz neun hoch. Bild: Imago | Eibner
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Die Bremerhavener im Tabellenkeller – das kennt man vom wackeren Erfolgsklub gar nicht. Zehn Jahre lang spielte er stets in den Play-offs. Jetzt gibt es erstmals Probleme.

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Der vergangene Freitagabend war der Tiefpunkt der bisherigen Saison der Fischtown Pinguins. Trotz Führung hatten die Bremerhavener das Spiel in Schwenningen verloren und waren auf den vorletzten Tabellenplatz gerutscht. So weit unten hatte der Eishockey-Klub zuletzt vor acht Jahren gestanden, damals war man sogar Schlusslicht der Liga. Aber nur kurz zum Saisonstart.

Nun ist es das erste Mal, seit die Pinguins 2016 in die oberste Eishockey-Liga (DEL) aufgestiegen sind, dass die Krise nicht nur bloße Momentaufnahme ist. Zehn Mal in Folge schafften es die Bremerhavener am Saisonende in die Play-offs, dieses Mal hat der Verein härter zu kämpfen als je zuvor.

Pinguins können nicht nach Belieben Erstz nachkaufen

Der Hauptgrund ist das Lazarett. Am Freitag meldete sich mit Vladimir Eminger der neunte Pinguins-Profi verletzt ab. Nie zuvor hatten die Bremerhavener so viele Ausfälle. Und weit mehr, als sie ad hoc kompensieren können.

Drei der Profis fallen sogar die komplette Saison aus, im Verlauf der kommenden Wochen und Monate werden sich weitere Spieler verletzen. Das ist ganz normal in dieser körperbetonten Sportart, bei der auch schon mal die Fäuste auf dem Eis fliegen. Und Pinguins-Manager Sebastian Furchner sind dabei die Hände gebunden, er kann nicht nach Belieben Ersatz nachkaufen. Er darf nur 32 Lizenzen pro Saison vergeben und das zudem nach bestimmten Kriterien wie Nationalität und Alter.

Krisengipfel der Führungsspieler

Nach der 2:4-Schlappe in Schwenningen setzten sich daher die Führungsspieler der Pinguins um Kapitän Christian Wejse zu einem Krisengipfel zusammen, um die prekäre Lage der Mannschaft zu besprechen.

Wir haben offen miteinander geredet, jeder konnte seine Meinung sagen. Das Treffen war gut. Wir haben verstanden, wie ernst unsere Lage ist.

Pinguins-Kapitän Christian Wejse in der "Nordsee-Zeitung"

"Die Erleichterung ist groß"

Und am Sonntag im Heimspiel gegen Ingolstadt ließ die Mannschaft den Worten dann auch Taten folgen. Mit 6:2 gelang den Bremerhavenern der höchste Saisonerfolg und immerhin der fünfte Sieg im zwölften Spiel. Coach Alexander Sulzer lobte die Partie als die beste der Saison.

Wir haben viel darüber gesprochen, dass wir über 60 Minuten konstant spielen müssen. Wenn uns das gelingt, sind wir ein Team, das schwer zu schlagen ist. Die Erleichterung, dass es heute geklappt hat, ist groß.

Pinguins-Kapitän Christian Wejse in der "Nordsee-Zeitung"

Bisher hatten sich die Pinguins meist schwer getan, Führungen wie die gegen Schwenningen zu halten. Irgendwann brachen sie ein. Sei es, weil die letzten Körner körperlicher Frische aufgrund der angespannten Personallage fehlten, oder die Konzentration.

Pinguins springen vorerst auf Platz 9

Dieses Mal hatten die Bremerhavener das Spiel nicht mehr aus der Hand gegeben und Kapitän Wejse betonte: "Genau das haben wir gebraucht." Ein Erfolgserlebnis, dazu vor heimischer Kulisse, kann sicher beflügeln. Doch erst zwölf von 52 Spieltagen sind absolviert in der regulären Saison. Und die Pinguins sind mit einem sehr schweren Rucksack gestartet.

So müssen die Bremerhavener hoffen, dass sie so gut wie möglich durch die Verletzungsmisere durchkommen und bis dahin den Anschluss an die Play-off-Ränge noch nicht komplett verloren haben. Mit dem 6:2-Kantersieg gegen Ingolstadt ging es immer von 13 auf Platz neun hoch. Und zumindest brennt nun für die Pinguins wieder ein kleines Hoffnungslicht im Tabellenkeller.

Spielplan

Datum Uhrzeit Heim Gast Ergebnis
25.10.2026 14:00 Uhr
Löwen Frankfurt Frankfurt
Grizzlys Wolfsburg Wolfsburg
Ergebnis: 1 zu 2
25.10.2026 14:00 Uhr
Schwenninger Wild Wings Schwenningen
Eisbären Berlin Berlin
Ergebnis: 1 zu 4
25.10.2026 16:30 Uhr
Krefeld Pinguine Krefeld
EHC München München
Ergebnis: 2 zu 4
25.10.2026 16:30 Uhr
Augsburger Panther Augsburg
Straubing Tigers Straubing
Ergebnis: 2 zu 4
25.10.2026 16:30 Uhr
Iserlohn Roosters Iserlohn
Nürnberg Ice Tigers Nürnberg
Ergebnis: 2 zu 4
25.10.2026 19:00 Uhr
Fischtown Pinguins Bremerhaven
ERC Ingolstadt Ingolstadt
Ergebnis: 6 zu 2
27.10.2026 19:30 Uhr
Kölner Haie Kölner Haie
Adler Mannheim Mannheim
Ergebnis: - zu -

Tabelle

# Mannschaft Spiele Siege OT(Siege nach Verlängerung) PE(Siege durch Penaltyschießen) Niederlagen OT(Niederlagen nach Verlängerung) PE(Niederlagen durch Penaltyschießen) Tore Differenz Punkte
1
Eisbären Berlin Berlin
12 9 1 0 2 0 0 44:18 26 29
2
EHC München München
12 7 0 1 3 1 0 38:37 1 24
3
Adler Mannheim Mannheim
11 7 0 0 2 1 1 37:24 13 23
4
Straubing Tigers Straubing
12 7 0 1 4 0 0 46:34 12 23
5
Nürnberg Ice Tigers Nürnberg
12 7 0 0 4 0 1 42:28 14 22
6
Kölner Haie Kölner Haie
11 5 1 0 4 1 0 43:42 1 18
7
Grizzlys Wolfsburg Wolfsburg
12 3 1 2 4 2 0 33:36 -3 17
8
ERC Ingolstadt Ingolstadt
12 4 2 0 5 0 1 37:41 -4 17
9
Fischtown Pinguins Bremerhaven
12 5 0 0 7 0 0 24:31 -7 15
10
Augsburger Panther Augsburg
12 4 0 1 7 0 0 36:40 -4 14
11
Löwen Frankfurt Frankfurt
12 3 0 1 6 1 1 25:28 -3 13
12
Krefeld Pinguine Krefeld
12 4 0 0 7 0 1 29:37 -8 13
13
Schwenninger Wild Wings Schwenningen
12 3 1 0 7 1 0 28:45 -17 12
14
Iserlohn Roosters Iserlohn
12 2 1 0 8 0 1 26:47 -21 9

Legende:

  • Playoffs
  • Pre-Playoffs
  • Abstieg

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Autorin

Quelle: buten un binnen.

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 26. Oktober 2026, 19:30 UhrUhr