Bremer SV schafft Trendwende: "Langeweile gibt es hier nicht"
Bremer SV holt entscheidende Punkte für Klassenerhalt
Drei Siege in Folge konnte der abstiegsbedrohte Bremer SV zuletzt einfahren. Das Ziel Klassenerhalt rückt für den Regionalligisten vom Panzenberg näher.
Den Abgang von Torjäger Nikky Goguadze in der Winterpause Richtung Osnabrück hat der Bremer SV augenscheinlich verkraftet. In den zurückliegenden drei Ligaspielen gegen Teutonia Ottensen, Phönix Lübeck und den SV Drochtersen/Assel holte der Klub aus Walle die Maximalausbeute von neun Punkten – und erzielte dabei neun Tore.
Fünf der insgesamt neun erzielten BSV-Tore machte Serkan Dursun, der im Februar als Goguadze-Nachfolger aus der Türkei nach Bremen gewechselt war. Auch am Mittwochabend war der gebürtige Hamburger Dursun erfolgreich. Beim 3:2-Heimerfolg über den Tabellenzweiten Drochtersen/Assel knipste er zweifach. Die zwischenzeitliche 3:0-Führung für die Hausherren steuerte Shinji Yamada bei.
Wir wissen, dass wir heimstark sind – mit den Fans im Rücken. Egal, welcher Gegner kommt, wir können ihn schlagen.
BSV-Neuzugang Serkan Dursun
Trotz der komfortablen Führung wurde es am Ende doch noch einmal richtig spannend – und die Bremer mussten zittern. Mit einem Doppelschlag innerhalb von zwei Minuten verkürzten die Gäste in der 87. und 88. Minute auf 2:3. Den Sieg konnten die blau-weißen Hausherren letztlich aber doch ins Ziel bringen. Der BSV steht nun auf Tabellenplatz 15 (von 18).
Der Bremer SV braucht Drama
BSV-Torwart Pascal Wiewrodt analysierte die zerfahrene Schlussphase im Nachgang so: "Wir waren bei den Standards nicht wach. In diesen zwei, drei Minuten hat zu viel Unruhe geherrscht. Wir haben viel gewechselt, die haben viel gewechselt. Dadurch hat die Grundordnung im Sechzehner gelitten, aber im Endeffekt freuen wir uns über drei Punkte."
Für Trainer Sebastian Kmiec war das Spiel gegen Drochtersen/Assel ein typischer BSV-Auftritt: "Langeweile gibt es hier nicht. Immer Drama – auch jetzt. Vielleicht brauchen wir das auch."
Wenn man es gegen den Tabellenzweiten, der die wenigsten Gegentore der Liga hat, schafft, zu gewinnen und drei Tore zu schießen, ist das überragend.
Sebastian Kmiec über den Sieg gegen Drochtersen/Assel
Am Sonntag spielt der Bremer SV zu Hause gegen die Kickers Emden. Die Ostfriesen stehen derzeit auf Platz drei der Tabelle. Anpfiff am Panzenberg ist um 15 Uhr.
Unter Umständen könnte der BSV (30 Punkte) mit einem Sieg an den derzeit besser platzierten Klubs Eintracht Norderstedt, Jeddeloh II, Oldenburg und Weiche Flensburg (alle 33 Punkte) vorbeiziehen.
Quelle: buten un binnen.
Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 3. April 2025, 18:06 Uhr