Werder besiegt Union in Überzahl mit 4:1 – und springt auf Platz 13
Nach Werders Union-Sieg: "Riesen-Möglichkeit, Boden gut zu machen"
Die Berliner führten früh nach Elfmeter mit 1:0, sahen nach 19 Minuten aber eine Rote Karte. Die Bremer drehten das Spiel noch und machten drei Tabellenplätze gut.
Der SV Werder Bremen hat mit der ersten Siegesserie in dieser Saison die Abstiegszone der Bundesliga verlassen und den 1. FC Union in den Kampf um den Klassenerhalt hineingezogen. Eine Woche nach dem Befreiungsschlag gegen Heidenheim gewann die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune in langer Überzahl bei den Berlinern mit 4:1 (2:1) und sprang auf Platz 13.
Erstmals siegte Werder in der Liga zweimal in Folge. Die Bremer trotzten einem frühen Rückstand, profitierten aber auch davon, dass sie mehr als 70 Minuten einen Mann mehr auf dem Feld hatten. Der FCU hat nach der Niederlage nur noch vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang.
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Werder auf dem Sprung
Vor 22.012 Fans im Stadion An der Alten Försterei brachte der Ex-Bremer Derrick Köhn die Gastgeber per Foulelfmeter (18. Minute) in Führung. Nur kurz darauf flog Berlins Andras Schäfer (19.) für ein grobes Foulspiel mit Rot vom Platz. Werder drehte die Partie noch in Halbzeit eins durch Tore von Olivier Deman (31.) und Jens Stage (35.). Marco Grüll (66.) und Patrice Covic (90.+4) erhöhte nach der Pause.
In den nächsten beiden Spielen gegen die direkten Konkurrenten aus Mainz und Wolfsburg kann der SVW seine Ausgangsposition nun weiter verbessern. Die Berliner haben dagegen in diesem Jahr weiterhin erst ein Spiel gewonnen und müssen jetzt zweimal in Folge auswärts ran: in Freiburg und bei den Bayern.
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Ex-Bremer Köhn trifft für Union
Nach einer gemächlichen Anfangsphase, in der eine erfolgreiche Grätsche von Unions Janik Haberer noch für den lautesten Jubel sorgte, wurde es turbulent. Nach längerem Halten von Ilyas Ansah brachte der Bremer Niklas Stark den Berliner im Strafraum zu Fall. Den fälligen Elfer verwandelte der gebürtige Hamburger Köhn, der in der vergangenen Saison noch für Werder spielte.
Keine anderthalb Minuten später war Union in Unterzahl. Schäfer hatte Jens Stage mit der offenen Sohle am Knöchel getroffen und wurde von Schiedsrichter Timo Gerach vom Platz gestellt. Der Däne musste länger behandelt werden.
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Union in Unterzahl unterlegen
Nur kurz darauf hatten der zurückgekehrte Stage (22.) und Yukinari Sugawara (24.) den Bremer Ausgleich auf dem Fuß. Den besorgte schließlich Deman mit einem schönen Schlenzer in den Winkel. Zuvor hatte Union einen Eckball nicht klären können. Auch Werders Führung fiel nach einer Ecke von Cameron Puertas. Stage stand vollkommen frei und köpfte zu seinem siebten Saisontor ein.
Nach dem Wechsel drückte Werder auf das dritte Tor. Stage traf nach einer tollen Kombination den Pfosten (50.). Ein Distanzschuss des eingewechselten Leonardo Bittencourt ging über das Berliner Tor. Union versuchte über Konter und Standards zurück in die Partie zu kommen, ohne dabei größere Gefahr zu erzeugen.
Beim 1:3 halfen die Gastgeber unfreiwillig mit: Der Ball prallte im Strafraum von Wooyeong Jeongs unterem Rücken unglücklich vor die Füße von Romano Schmid, der Grüll umgehend zur Entscheidung bediente. Covic erhöhte in der Nachspielzeit sogar noch.
Dieses Thema im Programm: buten un binnen mit Sportblitz, 8. März 2026, 19:30 Uhr