"Ein bisschen genießen": Bei Werder ist der Knoten geplatzt
Von Platz 16 auf 13: Werders 2. Befreiungsschlag gegen Union im Video
Zwei Siege, viele Tore und jede Menge Selbstvertrauen: Den Bremern ist der nächste Befreiungsschlag im Abstiegskampf gelungen. Doch gerettet ist Werder noch nicht.
Den schönsten Nachschlag gab es, als die reguläre Spielzeit schon längst vorbei war. Werder lag gegen die zehn Spieler von Union Berlin bereits mit 3:1 vorne, da kam der große Moment von Patrice Covic.
Erst 18 Jahre alt und gerade eingewechselt worden, da versenkte Covic den Ball aus sieben Metern zum 4:1 im Netz. Sein erstes Tor in seinem 13. Bundesliga-Spiel – und es half mit, die Bremer vom Relegationsplatz auf Platz 13 zu katapultieren. 13 sei Dank, der nächste Befreiungsschlag war geglückt.
Wir haben einfach dieses eine Spiel gebraucht, in dem das Glück auch mal wieder auf unserer Seite ist. Wenn du so lange nicht gewinnst, ist das Selbstvertrauen irgendwann nicht mehr vorhanden. Heute war zu merken, wie gut uns der Sieg gegen Heidenheim getan hat.
Werder-Torschütze Patrice Covic
Werder-Trainer Thioune: "War eine Top-Leistung meiner Mannschaft"
Einen Punkt vor dem Relegationsplatz
Der Abpfiff folgte und mit ihm fiel auch der Druck von den Bremer Profis ab. Trainer Daniel Thioune klatschte seine Spieler am Mittelkreis ab, nach einer "Top-Leistung meiner Mannschaft", wie er lobte, und die lagen sich glücklich in den Armen. Dann sprinteten sie hinüber zu ihren 2.500 mitgereisten Fans, die sie bereits mit "Werder, Werder"-Sprechchören empfingen.
Nach den 13 langen, trüben Spielen sieht die Werder-Welt nach zwei gewonnenen Spielen nun schon sehr viel rosiger aus. Mit 25 Punkten sind die Bremer drei Plätze in der Tabelle hochgeklettert und haben Union Berlin mit in den Abstiegskampf hineingezogen.
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"Endlich Tore und Punkte mitgenommen"
Gerettet ist Werder neun Spiele vor Saisonende allerdings noch längst nicht. Der Abstand zum Relegationsplatz liegt bei einem mageren Punkt. Doch die Perspektive hat sich seit dem Heidenheim-Sieg verändert, bei den Bremern ist sichtlich der Knoten geplatzt.
Die Ladehemmung ist vorbei, eine gewisse Leichtigkeit zurück und das Selbstvertrauen gewachsen. "Es freut mich total, dass wir in den letzten beiden Spielen endlich auch die Tore und Punkte mitgenommen haben", sagte Torschütze Jens Stage in der ARD.
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Werder-Wende geglückt?
Und Werder hat nun gute Chancen, sich weiter aus dem Tabellenkeller freizustrampeln. Denn die nächsten beiden Gegner Mainz und Wolfsburg liegen ebenfalls sportlich auf Talfahrt und sind verunsichert. So könnte den Bremern mit zwei weiteren Siegen sogar ein weiterer, befreiender Sprung in der Tabelle gelingen.
"Die Jungs sollen das heute auch mal ein bisschen genießen", sagte Trainer Daniel Thioune. Wohl wissend, dass weitere, schwere Wochen vor ihm und seiner Mannschaft liegen. Nach den nächsten zwei Spielen dürfte aber wohl feststehen, ob Thioune tatsächlich die Werder-Wende geglückt ist und sich das Team endgültig gefangen hat. Oder ob der Saisonendspurt noch zur Zitterpartie wird.
Wir standen unter einem großen Druck, aber der Druck ist nicht weg. Wir müssen auch nächste Woche ein gutes Spiel machen. Wir haben uns selbst in diese Lage gebracht, also müssen wir uns auch selber herausziehen.
Werder-Torschütze Jens Stage in der ARD
Quelle: buten un binnen.
Dieses Thema im Programm: buten un binnen mit Sportblitz, 8. März 2026, 19:30 Uhr