Interview

"Nordderby war ein Kipppunkt": Wie Maxi Eggestein auf Werder blickt

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"Wird immer so bleiben": Was Freiburgs Eggestein mit Werder verbindet

Seit fast fünf Jahren spielt Maximilian Eggestein für Freiburg. Bild: Imago | foto2press
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Maximilian Eggestein spielte zehn Jahre lang für Werder. Seit 2021 läuft er für Freiburg auf. Im Interview vor dem Spiel am Samstag erklärt er, wie er Werder momentan wahrnimmt.

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Felix Kroos und Maximilian Eggestein reichen sich die Hände.
Werders Maximilian Eggestein (r.) debütierte in der Bundesliga am 29. November 2014. Bild: Imago | Nordphoto

Herr Eggestein, Ihr Abgang Richtung Freiburg liegt nun schon fast fünf Jahre zurück. Welche Berührungspunkte haben Sie noch mit Werder?

Ich habe noch Freunde und alte Mannschaftskollegen im Verein. Marco Friedl, Romano Schmid, Felix Agu. Es gibt viele Leute bei Werder, die ich noch kenne, zu denen man auch noch Kontakt hat. Natürlich kriege ich noch vieles mit, gerade in den etwas unruhigeren Zeiten wie jetzt. Ich hoffe, dass es nach dem Spiel gegen uns wieder etwas ruhiger wird rund um den Verein.

Wie nehmen Sie die aktuelle Situation bei Werder Bremen mit Blick auf die Tabelle wahr?

Ich finde, dass Werder lange Zeit stabil gespielt hat. Auch durch das schwere Auftaktprogramm ist die Mannschaft gut durchgekommen. Trotz der zuletzt mageren Ausbeute von zehn Spielen ohne Sieg hatten sie immer wieder gute Ansätze. Richtig schlechte Spiele waren selten dabei. Ich hatte nie den Eindruck, dass sich die Spieler irgendwie hängen lassen. Hätten sie ein bisschen Abschlussglück im Spielverlauf gehabt, können sie solche Spiele auch mal gewinnen.

Ich hatte nie den Eindruck, dass sich die Spieler irgendwie hängen lassen.

Freiburgs Maximilian Eggestein über Werders bisherige Saison

Wie sehr hat Sie die Entlassung von Horst Steffen überrascht?

Überrascht ist der falsche Ausdruck, dafür bin ich schon zu lange im Fußballgeschäft. Ich kenne die Mechanismen und weiß, wie schnell es gehen kann. Ehrlicherweise war mir zwischenzeitlich gar nicht bewusst, wie viele Spiele Werder nicht mehr gewonnen hat – von außen hatte ich nicht den Eindruck, dass sie schlecht gespielt haben. In den letzten Wochen hat es sich dann angedeutet: Letztendlich fehlten die Punkte und das hat dann wahrscheinlich auch zu Steffens Entlassung geführt.

Ein Kipppunkt war das Nordderby. Da hatte ich das erste Mal das Gefühl, dass schlechte Stimmung aufkommt.

Freiburgs Maximilian Eggestein über Werders bisherige Spielzeit

Nun steht Werders neuer Trainer Daniel Thioune erstmals in Freiburg an der Seitenlinie. Was bedeutet so ein Trainerwechsel für den Gegner?

Einerseits kennen wir ja die Einzelspieler – und Thioune wird in den ersten Tagen nicht alles über den Haufen werfen. Andererseits ist es mit einer Ungewissheit verbunden. Wir wissen nicht, was er anpassen wird. Sicherlich wird er ein, zwei Dinge versuchen zu verändern. Grundsätzlich hat Werder ein gefährliches Umschaltspiel und teilweise auch ein gutes Kombinationsspiel. Auch die Flanken auf Jens Stage sind gefährlich. Bei Standardsituationen müssen wir aufmerksam sein.

Jens Stage im Kopfballduell mit Maximilian Eggestein
Jens Stage ist fast genau einen Monat älter als Maximilian Eggestein. Beide sind im Jahr 1996 geboren worden. Bild: Imago | Sven Simon

Jens Stage spielt eine ähnliche Position wie Sie früher bei Werder. Wie schauen Sie als zentraler Mittelfeldspieler auf ihn?

Mittlerweile ist es gar nicht mehr so richtig meine Position. Ich bin tatsächlich noch defensiver eingestellt. Jens turnt ja auch sehr viel in der Offensive rum – und macht das echt gut. Er ist super im Kopfballspiel, bringt aus der zweiten Reihe eine gewisse Wucht mit und hat auch schon ein paar Tore mit dem Fuß geschossen. Diese Torgefährlichkeit ist eine Waffe von ihm.

Siebenmal standen Sie als Profi des SC Freiburg schon Werder gegenüber. Sind Spiele gegen Bremen noch immer etwas Besonderes für Sie?

Klar. Werder ist einfach ein großer Teil meines Lebens und das wird immer so bleiben. Ich bin schon mit 14 Jahren nach Bremen gekommen und war insgesamt zehn Jahre dort. Besonderer ist es für mich natürlich, wenn man vor Ort in Bremen spielt – das ist nochmal ein Stück weit anders. Aber ich freue mich auch, wenn Werder herkommt.

Das Interview hat Felix Ilemann geführt. Aufgeschrieben und redigiert wurde es von Julian Meiser.

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Autor

  • Felix Ilemann

Quelle: buten un binnen.

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 6. Februar 2026, 18:06 Uhr