Werders Friedl unzufrieden: "Es liegt an der gesamten Mannschaft"

Video

Saisonauftakt im Weserstadion: Werder verliert auch letztes Testspiel

Marco Friedl ist froh darüber, dass die Vorbereitung vorbei ist und am Freitag das erste Pflichtspiel ansteht. Bild: Imago | kolbert-press
Video-Ende

Das Bremer Offensivspiel beim Test gegen Udinese Calcio wirkte teils ästhetisch. Das lag auch an Samuel Mbangula. Doch am Ende schoss Werder nur einen Treffer – und verlor 1:2.

buten un binnen bei Google bevorzugen

"Ergebnistechnisch war es nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben", räumte Werder-Kapitän Marco Friedl nach der Niederlage bei buten un binnen ein: "Fußballerisch war es über einige Strecken in Ordnung, aber natürlich haben wir uns heute ein anderes Spiel gewünscht."

Zuletzt war Werder bei der Niederlage gegen Hoffenheim und beim Unentschieden gegen Parma torlos geblieben. Nun gab es immerhin einen Treffer, wenn auch per Strafstoß. Friedl nimmt für die aktuelle Formschwäche allerdings nicht nur den weitgehend glücklosen Angriff in die Pflicht, sondern das gesamte Team: "Es liegt an der gesamten Mannschaft, es gibt keinen, der sich da rausnehmen kann."

"Es sind viele Sachen neu, die wir schnellstmöglich lernen und besser machen müssen", sagt Verteidiger Friedl und meint damit unter anderem die von Horst Steffen eingeführte Viererkette in der Defensive.

Entmutigen lässt sich Werders Anführer durch die Niederlage jedenfalls nicht. "In sechs Tagen zählt's", meint Friedl und weist damit auf das DFB-Pokalspiel bei Arminia Bielefeld hin, das am 15. August ausgetragen wird: "Wenn wir es da auf den Platz kriegen, wird die Vorbereitung relativ schnell vergessen sein."

Ich bin froh, dass die Vorbereitung zu Ende ist und es endlich wieder um etwas geht.

Werders Marco Friedl

Samuel Mbangula debütiert für Werder

Ein besonderes Augenmerk lag bei der Partie natürlich auf Neuzugang Samuel Mbangula. Der offensive Außenbahnspieler war erst kürzlich von Juventus Turin an die Weser gewechselt. "Er hat einige Aktionen gehabt", lobt Friedl seinen neuen dribbelstarken Kollegen, dessen Qualität er direkt gesehen habe: "Er kann uns auf jeden Fall weiterhelfen."

Bezogen auf Mbangulas Positionsspiel sieht Friedl allerdings noch Verbesserungbedarf bei dem 21-jährigen Belgier: "Ich glaube, dass er einige Sachen anders machen muss, weil der Trainer es anders verlangt."

Samuel Mbangula von Werder Bremen im Zweikampf mit einem Spieler von Udinese
Samuel Mbangula ließ gegen Udinese mehrfach seine technischen Fertigkeiten aufblitzen. Bild: Imago | kolbert-press

In den kommenden Wochen und Monaten wird es Mbangulas Aufgabe sein, diese taktischen Anweisungen zu verinnerlichen und auf dem Platz umzusetzen. "Es war das erste Spiel nach einer langen Zeit, ich komme aus dem Urlaub", erklärt Mbangula nach Spielende. Er sei deshalb noch nicht die beste Version von sich selbst, aber er versuche, sich weiter zu steigern.

Seine ersten Eindrücke vom Weser-Stadion waren jedenfalls positiv, wie er verrät. "Das Stadion war fast voll bei einem Freundschaftsspiel", sagt Mbangula: "Es ist gut zu sehen, dass die Fans hinter uns stehen."

Autor

Quelle: buten un binnen.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 9. August 2025, 19:30 Uhr