Kein "Heimspiel" in Wolfsburg: VfL will Bremer Fan-Invasion verhindern
VfL Wolfsburg will Kaperung des Stadions durch Werder-Fans verhindern
Am Samstag (15:30 Uhr) spielen die Bremer auswärts in Wolfsburg. Damit Werder-Fans, wie zuletzt Anhänger des HSV, das Stadion nicht übernehmen, hat der VfL Maßnahmen ergriffen.
Vor zwei Wochen traf der VfL Wolfsburg im eigenen Stadion auf den Hamburger SV, doch die Partie fühle sich für die Wolfsburger eher an wie ein Auswärtsspiel. Rund 12.000 Fans des HSV hatten sich mit Tickets für die Partie eingedeckt und ihr Team beim 2:1-Sieg unterstützt.
Ein ähnliches Szenario wäre nun auch gegen Werder möglich gewesen, denn zahlreiche Fans der Bremer würden ihr Team gerne im Stadion unterstützen. Im Normalfall ist es auch kein größeres Problem, Tickets für Heimspiele des VfL zu erhalten. Die Auslastung liegt in dieser Saison durchschnittlich lediglich bei 82 Prozent – der schwächste Wert der Liga. Auch in den vergangenen Jahren waren immer viele Bremer in Wolfsburg.
Wolfsburg hat den freien Verkauf der Tickets fix eingestellt
Die Wolfsburger wollen jedoch unbedingt verhindern, dass sich die Bilder des HSV-Spiels wiederholen. Der freie Verkauf für die Partie gegen Werder wurde rasch eingestellt. Somit war es nur noch möglich, als Mitglied des VfL Tickets zu bestellen. Aber auch hier verfügte der VfL rasch, dass nur noch Personen, die ihre Mitgliedschaft vor dem 1. Februar abgeschlossen hatten, Tickets bestellen können.
Auf der Pressekonferenz des VfL vermeldete Pressesprecherin Barbara Ertel-Leicht, dass die Partie ausverkauft sei. Zugleich wies sie darauf hin, dass für Werder-Fans der Zutritt in die Heimbereiche nicht gestattet sei. Zudem habe der Klub Werder neben dem regulären Karten-Kontingent von 2.800 Tickets weitere 600 Tickets zur Verfügung gestellt.
Werders Pressesprecher Christoph Pieper betonte auf der Pressekonferenz der Bremer indes, dass Werder in den neutralen Bereichen des Stadions "einen respektvollen Umgang" mit den eigenen Fans erwartet. Dies umfasse auch, dass sie ohne Sorgen das Bremer Team unterstützen. "Da", so Pieper, "gucken wir genau hin."
Quelle: buten un binnen.
Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Bremen Vier, 20. März 2026, 14:15 Uhr