Kann sich Werder im Abstiegskampf vom VfL Wolfsburg absetzen?
Noch kein Finale: Werder mit ausgedünntem Kader gegen Wolfsburg
Die abstiegsbedrohten Bremer treffen am Samstag (15:30 Uhr) auf den Tabellenvorletzten Wolfsburg. Coach Daniel Thioune vergleicht die aktuellen Wochen mit einem Boxkampf.
Daniel Thioune, das ist in den ersten Wochen an der Weser klar geworden, spricht gerne in Bildern. Schon nach dem ersten Sieg, dem 2:0 gegen den 1. FC Heidenheim, verglich Thioune Werder mit einem "zarten Pflänzchen". Nach dem 0:2 gegen Mainz 05 erklärte er am Sonntag wiederum, dass es nicht gelungen sei, "ordentlich Substrat an die Pflanze zu bringen".
Auch am Donnerstag wählte Thioune vor dem Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg einige bildhafte Vergleiche. "Wir laufen aktuell personell auf der Felge, sind aber nicht komplett ohne Rad unterwegs", erklärte der Werder-Coach, der in der Autostadt in der Mittelfeld-Zentrale auf den gesperrten Jens Stage (5. Gelbe Karte) und Senne Lynen (Adduktorenprobleme) verzichten muss.
Zudem werden weiterhin Mittelstürmer Jovan Milosevic (Rückenprobleme) und Amos Pieper (Fleischwunde am Knie) ebenso fehlen wie Julian Malatini, der sich gegen die Mainzer die Syndesmose gerissen hat. Für den Argentinier ist diese Saison vorzeitig beendet.
Coach Thioune: "Wir haben sehr viel einstecken müssen"
Die personellen Vorzeichen für die Partie in Wolfsburg könnten also deutlich besser sein. Werders Ziel ist dennoch klar: Mit einem Sieg soll der Vorsprung auf den auf Platz 17 liegenden VfL auf sieben Punkte ausgebaut werden. Thioune rechnet jedoch damit, dass in dieser Bundesliga-Saison bis zum Ende gebibbert werden muss – und wählte auch hierfür ein bildhaftes Gleichnis.
Wir müssen es ein wenig mit einem Boxkampf vergleichen. Wir haben sehr, sehr viel einstecken müssen in den ersten Runden. Wir haben aber auch ein bisschen ausgeteilt jetzt mal zwei Runden lang. Jetzt war es wieder eine Runde, in der wir nicht gepunktet haben.
Werder-Coach Daniel Thioune
Druck? Wolfsburg-Coach Hecking hofft auf positive Effekte
Die Runde am Sonntag gegen die Mainzer, so Thioune, habe aber nicht zu einem Rückschritt geführt. "Es gibt halt noch ein paar Runden zu gehen." Seine Herangehensweise unterscheidet sich jedoch deutlich von der von Dieter Hecking, dem neuen Trainer der Wolfsburger. Beim VfB Lübeck war Hecking einst auch Thiounes Trainer.
Auf der Pressekonferenz der Wolfsburger erklärte Hecking, dass seine Mannschaft durchaus den Druck im Abstiegskampf spüren solle. "Das kann auch Kräfte freisetzen", ist er sich sicher. Thioune hingegen verwies darauf, dass es am Samstag in Wolfsburg "wieder nur eine Runde" sei und sich nicht bereits entscheide, ob Werder in der Bundesliga bleibt oder nicht. Zumal Werder an diesem Spieltag auch im Falle einer Niederlage in der Tabelle definitiv vor den Wolfsburgern bleiben wird.
Quelle: buten un binnen.
Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 19. März 2026, 18:06 Uhr