Wie kann Bremens Schulsystem besser werden? Kammern machen Vorschläge
Wie kann Bremen sein Schulwesen verbessern? Kammern machen Vorschläge
Wichtig ist für Handwerkskammer und Handelskammer vor allem, dass Schülerinnen und Schüler vernünftig Deutsch können. Ein weiterer Fokus soll auf den Kernkompetenzen liegen.
Die frühzeitige Förderung der deutschen Sprachkompetenz sei Grundvoraussetzung für Lernerfolg. Deshalb soll ein verpflichtendes Vorschuljahr eingeführt werden, um Sprachdefizite frühzeitig zu erkennen und zu beheben. "Die Sprache ist der Schlüssel für alles, auch für Integration. Daran müssen wir als allererstes arbeiten", sagte André Grobien, Präses der Handelskammer Bremen, am Dienstag zu buten un binnen. Auch eine zusätzliche Stunde Deutsch pro Woche in der Grundschule sei ergänzend denkbar.
Die Hoffnung der Kammern ist, dass das Land Bremen bis 2030 im Bildungsranking nicht mehr auf dem letzten Platz liegt. Stattdessen soll zumindest ein Platz unter den Top Ten der deutschen Länder herausspringen.
Um dieses Ziel zu erreichen, müsse zudem die Unterrichtszeit konsequent auf Deutsch und Mathematik ausgerichtet sein. Die Kammern wollen statt "eventbasierter Unterrichtsformate" und "außerplanmäßiger Aktivitäten" lieber Lesetrainings und gezieltes Üben. Das diene auch der Integration, ist Handwerkskammer-Präses Thomas Kurzke überzeugt: "Wir als Stadt haben da große Herausforderungen."
Wir haben viel Migration, wir haben viele bildungsferne Familien – da müssen wir einfach zusammenrücken.
Handwerkskammer-Präses Thomas Kurzke
Das Lehrpersonal soll dazu wieder mehr an den Schulen präsent sein. Es müsse von unterrichtsfremden Tätigkeiten – zum Beispiel im Bildungsressort – entlastet werden. Fortbildungen während der Unterrichtszeit dürfe es nicht mehr geben.
Quelle: buten un binnen.
Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 13. Januar 2026, 13 Uhr