Bremer SPD will umstrittene Freikarte dauerhaft behalten

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Zwei Freikarten.

Bremer SPD will umstrittene Freikarte dauerhaft sichern

Bild: Radio Bremen | Jörn Hüttmann
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Die Bremer SPD will die Freikarte für Kinder sichern, trifft aber auf Widerstand. Die anderen Fraktionen sorgen sich um die Finanzierung in der angespannten Haushaltslage.

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Zuerst hatte der Weser-Kurier berichtet. Die Bremer Freikarte sei ein Erfolgsmodell, argumentiert die SPD. Sie ermögliche insbesondere Kindern und Jugendlichen aus Familien mit wenig Geld ein Stück Normalität.

Zweifel an der Freikarte

Genau das finden auch die Linken gut. Allerdings kritisieren sie, dass auch Kinder aus reichen Familien das Guthaben von 60 Euro jährlich bekommen. Die Freikarte könne das Land sich nur leisten, wenn Geld übrig ist.

Genau das bezweifeln die Grünen als zweiter Koalitionspartner. Sie habe keine Vorstellung, woher das Geld genommen werden soll, sagte Grünen-Fraktionsvorsitzende Henrike Müller. Ihr würden bestimmt zehn andere Sachen einfallen, die die Grünen lieber finanzieren würden.

Ablehnung auch aus der Opposition

Die CDU hält eine Verlängerung der Freikarte für unverantwortlich. "In Zeiten einer weiterhin angespannten Haushaltslage – Bremen ist nach wie vor ein strukturelles Haushaltsnotlageland – ist es nicht vertretbar, jährlich neun Millionen Euro für ein freiwilliges Projekt auszugeben", sagte CDU-Politiker Jens Eckhoff. Die FDP spricht von einer Unverschämtheit und nennt die Verlängerung einen neuen Gipfel der Ignoranz, so Ole Humpich, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Sprecher für Soziales.

Aktuell steckt der Senat mitten in den Verhandlungen, um einen Vorschlag für den nächsten Haushalt vorzulegen. Über den Entwurf muss am Ende das Parlament entscheiden.

Freikarte gibt es seit 2022

Die Freikarte wird automatisch an alle Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren in Bremen und Bremerhaven verschickt. Seit 2022 haben Kinder und Jugendliche pro Jahr 60 Euro auf ihre Karten gezahlt bekommen. Das Guthaben der Freikarte gilt unter anderem in Museen, Theatern, Kinos und Schwimmbädern. Wegen ihrer Kosten ist die Freikarte seit Jahren umstritten: 5,6 Millionen Euro hat sie allein im vergangenen Jahr gekostet.

Quellen: buten un binnen und dpa.

Dieses Thema im Programm: Bremen NEXT, Am Nachmittag, 20. Mai 2025, 14:08 Uhr