Klinikbetreiber Geno kündigt Kahlschlag am Klinikum Bremen-Ost an
Klinikbetreiber Geno kündigt Kahlschlag am Klinikum Bremen-Ost an
Ein Schreiben an die Mitarbeiter kündigt an, dass dort bald nur noch psychische Erkrankungen behandelt werden. Auch die Forensik soll bleiben. Grund ist die drohende Insolvenz der Geno.
Die Geschäftsführung des Bremer Klinikverbunds Gesundheit Nord (Geno) hat dem Aufsichtsrat am Freitagnachmittag erläutert, wie sie das in Schieflage geratene Unternehmen wieder auf Kurs bringen will. Ob der Plan so umgesetzt wird, soll der Senat am Dienstag beraten und entscheiden.
Einerseits sollen körperliche Erkrankungen laut den Plänen bald nicht mehr am Klinikum Bremen-Ost behandelt werden. Stattdessen sollen diese Patienten im Klinikum Bremen-Mitte und am Krankenhaus in Bremen-Nord unterkommen. In Bremen-Ost würden dann die Forensik und der Bereich für psychische Erkrankungen verbleiben. Das Klinikum Links der Weser wird wie geplant zum ambulanten Standort.
Außerdem sollen laut den Plänen 500 Stellen im Klinikverbund gestrichen werden. Die Geschäftsführung verweist auf große finanzielle Probleme. Aktuell klafft eine Lücke von etwa 20 Millionen Euro, das Defizit könnte laut der Geno-Geschäftsführung im nächsten Jahr auf 40 Millionen Euro ansteigen.
Quelle: buten un binnen.
Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 23. Oktober 2026, 19 Uhr