Fragen & Antworten

Ersatzbrücke für Havenwelten soll bis August stehen

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Sperrung der Brücke über den Verbindungskanal.

Verbindungskanal Behelfsbrücke-Update

Bild: Radio Bremen | Till Kohlwes
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Der direkte Weg in Bremerhavens Havenwelten ist gesperrt, Umleitungen sind eingerichtet. Nun gibt es Infos zur geplanten Ersatzbrücke – für Fußgänger könnte sie eine Erleichterung sein.

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Seit Montagabend ist die historische Klappbrücke zu Bremerhavens Havenwelten aus Sicherheitsgründen gesperrt. Am gleichen Tag wurden Umleitungen für Auto- und Radfahrer sowie Fußgänger eingerichtet. Auch von einer Behelfsbrücke war die Rede. buten un binnen hat nochmal nachgefragt, was genau geplant ist.

Wie sieht es mit der geplanten Behelfsbrücke für Fußgänger aus?

Die soll kommen. Die Brücke soll nach jetzigem Planungsstand parallel zur gesperrten Fußgängerbrücke auf Höhe des Auswandererhauses entstehen. Das erklärte die Bean gegenüber buten un binnen. Die Gesellschaft kümmert sich um die Entwicklung vom Alten und Neuen Hafen in Bremerhaven.

Der Brückenbau geht nur nicht so schnell, wie erhofft. Sie soll aber definitiv spätestens vor den Maritimen Tagen im August fertig sein.

Gerade hängt es an der Frage, welche Firma die Entwürfe wie eine aufgelagerte Brücke oder eine Pontonbrücke in der gebotenen Geschwindigkeit umsetzen kann.

Wie kommt man zurzeit in Bremerhavens Havenwelten, wenn die Klappbrücken gesperrt sind?

Mit dem Auto geht es über die nahegelegene Van-Ronzelen-Straße und vorbei am Schifffahrtsmuseum. Das dauert auf jeden Fall länger, weil man am Klimahaus auch nur Schrittgeschwindigkeit fahren darf – denn eigentlich ist das keine offizielle Straße. Will man ins große Parkhaus, kann man zurück über die Glasbrücke am Columbus Center gehen. Täglich haben rund 5.000 Autofahrer die Klappbrücke genutzt.

Fußgänger stehen etwas orientierungslos vor der gesperrten Brücke – aber es sollen so schnell wie möglich Markierungen auf den Boden geklebt werden, damit jeder den richtigen Weg in die Havenwelten findet. Zur Verfügung stehen bisher eine Glasbrücke vom Columbus Center über den Alten Hafen. Und eine weitere Brücke noch etwas weiter hinten beim U-Boot im Museumshafen – die ist auch für Radfahrer geeignet.

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Welche Auswirkungen hat die Umleitung der Autofahrer vorbei?

Die Strecke am Klimahaus ist schwerlastgeeignet, das hat man schon beim Bau des Klimahauses und des Hotels bedacht. Trotzdem wird die Strecke nun mehr belastet als geplant, was zu Folgeschäden führen kann. Da will die Stadt nach der knapp dreijährigen Sperrung nacharbeiten.

Während der Maritimen Tage im August muss auch umgeplant werden. Denn: Es werden durch die Umleitung wohl einige Flächen nicht genutzt werden können, so die Tourismusgesellschaft. 400.000 Menschen werden dann in Bremerhaven erwartet. Wie genau das Konzept aussehen soll, und vor allem wie die Besucher gut hin- und zurückkommen und Parken können – das soll in den kommenden zwei Wochen ausgearbeitet werden.

Hätte man die Sperrung nicht vermeiden können?

Nein, sagt die Bremerhavener Entwicklungsgesellschaft Alter/Neuer Hafen (Bean). Dass die Holzbohrmuschel so schnell die Holzpfähle zerstört, war nicht abzusehen. Am Sanierungskonzept arbeitet sie schon seit mehreren Jahren. Anfang 2027 wird mit der Sanierung begonnen.

Wer bezahlt die Sanierung?

Die Sanierungskosten werden auf 32,5 Millionen Euro geschätzt. 6,5 Millionen hat der Magistrat bereits zur Verfügung gestellt. Auch mit dem Wirtschafts- und Finanzressort laufen Gespräche.

Quelle: buten un binnen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Vier am Mittag, 10. Juni 2026, 13:15 Uhr