Deutschlandticket wird teurer – in Bremen hat es jeder Siebte

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Eine Person hält ein Smartphone mit dem QR-Code für das Deutschlandticket an einer Bushaltestelle

Preiserhöhung des Deutschlandtickets

Rund 14 Prozent der Bremerinnen und Bremer und gut 6 Prozent der Menschen in Bremerhaven kaufen monatlich ein Deutschlandticket (Symbolbild). Bild: dpa | dts-Agentur
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Im Land Bremen nutzen rund 90.000 Menschen das Ticket, vor allem in der Stadt Bremen. Der zuständige Verkehrsverbund erwartet trotz der Erhöhung keine Kündigungswelle.

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Das Deutschlandticket wird zum Jahreswechsel erneut teurer. Ab Januar 2027 kostet es 66,80 Euro im Monat – 3,80 Euro mehr als bisher. Das hat der zuständige Koordinierungsrat am Mittwoch beschlossen. Es ist die dritte Erhöhung seit dem Start im Mai 2023, als das Ticket noch 49 Euro kostete.

In der Stadt Bremen betrifft die Erhöhung zehntausende Menschen. Im Mai 2026 besaßen rund 82.500 Bremerinnen und Bremer ein Deutschlandticket, wie der Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (VBN) auf Anfrage von buten un binnen mitteilt. Das entspricht 14,07 Prozent der Bevölkerung – also etwa jedem siebten Einwohner.

In Bremerhaven ist das Ticket deutlich weniger verbreitet. Dort hatten rund 7.300 Menschen ein Deutschland-Abo, was nur 6,14 Prozent der Bevölkerung entspricht. Zusammengenommen nutzten damit im Mai knapp 90.000 Menschen im Land Bremen das Deutschlandticket.

VBN erwartet keine Kündigungswelle

Eine Reisende geht an einem Fahrkartenautomaten im Bahnhof vorbei
Beim Verkehrsverbund VBN machen Deutschlandtickets einen Großteil der Umsätze aus. Bild: dpa Bildfunk | Christian Charisius

Dass wegen des höheren Preises viele Kunden abspringen, erwartet der VBN nicht. Schon nach der Erhöhung von 58 auf 63 Euro Anfang 2026 habe es beim VBN keine Kündigungswelle gegeben, sagt Sprecher Eckhard Spliethoff. Bundesweit habe die Kündigungsquote nach Angaben des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen bei rund 5,75 Prozent und damit auf üblichem Niveau gelegen.

"Die bisher vorliegenden Erfahrungen zeigen, dass die Kundinnen und Kunden dem Deutschlandticket auch nach Preisanpassungen überwiegend treu bleiben", sagt Spliethoff. Einzelne Nutzer würden ihre Entscheidung zwar neu bewerten. Der VBN erwarte aber keine größeren Fahrgastverluste. Entscheidend für die Akzeptanz seien neben dem Preis auch ein verlässliches Verkehrsangebot und eine dauerhaft gesicherte Finanzierung.

BSAG legt seit 2023 bei Fahrgästen zu

Bei der Bremer Straßenbahn AG fällt die Zeit seit Einführung des Deutschlandtickets mit einem starken Fahrgastzuwachs zusammen: 2022 beförderte die BSAG rund 91,1 Millionen Menschen, 2023 knapp 99,8 Millionen und 2024 knapp 108,2 Millionen. 2025 blieb die Zahl mit 108,3 Millionen nahezu unverändert auf Rekordniveau.

Besonders deutlich verändert hat sich seit Einführung des Deutschlandtickets auch der Verkauf klassischer Zeitkarten. Mit Monats- und Wochentickets nahm die BSAG 2022 noch rund 12 Millionen Euro ein. 2024 waren es nur noch 3,6 Millionen Euro – ein Rückgang um rund 70 Prozent.

Mehr Ticketeinnahmen – aber kaum mehr Geld

Auch die Verteilung der Deutschlandticket-Einnahmen wurde inzwischen geändert. Seit September 2025 gilt das sogenannte Wohnortprinzip: Entscheidend ist nicht mehr, welches Verkehrsunternehmen das Ticket verkauft hat, sondern wo der Kunde wohnt. Das wirkt sich im VBN stark aus, weil viele Menschen im Verbundgebiet ihr Ticket beispielsweise über den DB Navigator kaufen. Seit der Umstellung stehen den Verkehrsunternehmen im VBN nach Angaben des Verbunds etwa doppelt so viele Einnahmen aus dem Deutschlandticket zu wie zuvor.

Unter dem Strich bedeutet das allerdings kaum zusätzliches Geld: Zuvor wurden entsprechende Einnahmeausfälle durch Ausgleichszahlungen von Bund und Ländern kompensiert.

Auch die anderen VBN-Tickets werden im Übrigen zum 1. Januar 2027 teurer – im Durchschnitt um 3,5 Prozent.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 30. September 2026, 16 Uhr