Fragen & Antworten
Vogelgrippe: Was Sie tun sollten, wenn Sie tote Tiere finden
Neue Fälle im Bremer Umland: Vogelgrippe breitet sich aus
Die Vogelgrippe breitet sich auch im Norden aus. So sollte man sich verhalten, wenn man einen toten Vogel findet.
Gibt es bereits Fälle bei Wildvögeln in Bremen?
In Bremen sind vier Fälle von Geflügelpest bei verendeten Wildvögeln nachgewiesen worden. "Der Befund führt zu keinen Veränderungen der bereits in der Stadtgemeinde Bremen geltenden Schutz- und Überwachungszonen", hieß es am Donnerstag aus dem zuständigen Gesundheitsressort. Diese Zonen würden nicht um die Fundorte von an Geflügelpest erkrankten Wildvögel eingerichtet.
In Bremen gelten diese Zonen aktuell aufgrund eines Ausbruchs in einem Legehennenbetrieb in Stuhr. In Bremen selbst waren bislang keine Fälle nachgewiesen worden. Die vier verendeten Wildvögel waren bereits vergangene Woche ins Labor geschickt worden.
Wie sollten Bremer mit toten Wildvögeln umgehen?
Wildvögel sollten nicht berührt werden, so das Gesundheitsressort. Wer ein vermutlich krankes oder totes Tier sieht, kann den Fund dem Lebensmittelüberwachungs-, Tierschutz- und Veterinärdienst Bremen (LMTVet) melden. Unter der Rufnummer Tel. 0421 361 21 223 in den Zeiten montags bis donnerstags von 9 bis 15 Uhr und freitags von 9 bis 13 Uhr können Bremerinnen und Bremer Rückfragen stellen. Tote Tauben oder Singvögel können den Angaben zufolge im Restmüll entsorgt werden, da sie bei der Verbreitung der Vogelgripppe derzeit keine Rolle spielen.
Welche wilden Vogelarten können an der Vogelgrippe erkranken?
"Nicht jeder Vogel ist für die Vogelgrippe empfänglich und nicht jeder tote Vogel ist an der Vogelgrippe verendet", teilt eine Sprecherin der Bremer Gesundheitsbehörde auf Anfrage von buten un binnen mit. Tauben und Singvögel – wie etwa Drosseln – spielten bei der derzeitigen Vogelgrippe keine Rolle. Diese könnten im Restmüll entsorgt werden. Tote Tiere sollten grundsätzlich nur mit Einweghandschuhen oder etwa mithilfe einer Plastiktüte angefasst werden.
Im Gegensatz dazu können Wildvögel wie Kraniche, Enten, Gänse, Schwäne und Reiher an der Vogelgrippe erkranken.
Wie sehen die Schutzmaßnahmen in Bremen und Niedersachsen aus?
In Niedersachsen haben aktuell 15 Landkreise, die Region Hannover und die Stadt Oldenburg eine allgemeine Stallpflicht angeordnet (Stand: 29. Oktober). Dazu gehören auch Landkreise rund um Bremen.
In Bremen gelten verschärfte Regeln für jene Geflügelhalter, die in den sogenannten Schutz- und Überwachungszonen sind. Diese Zonen wurden nach dem Vogelgrippe-Ausbruch in Stuhr festgelegt. So gelten in den Ortsteilen Huchting, Neustadt, Obervieland, Östliche Vorstadt, Hemelingen, Schwachhausen, Vahr, Findorff, Walle, Gröpelingen, Häfen, Woltmershausen, Seehausen, Strom und Hasenbüren besondere Regeln, darunter auch eine Stallpflicht. "Ein Kontakt zu Wildvögeln ist unbedingt zu unterbinden", heißt es in der Anordnung des LMTVet.
buten un binnen bei Google bevorzugen
Diese Maßnahmen gelten in Bremen gegen die Vogelgrippe
Im niedersächsischen Stuhr ist die Geflügelpest ausgebrochen. Damit gelten jetzt auch in Bremen verschärfte Sicherheitsmaßnahmen.
Quelle: privat