Fragen & Antworten

Vogelgrippe: Was Sie tun sollten, wenn Sie tote Tiere finden

Video

Neue Fälle im Bremer Umland: Vogelgrippe breitet sich aus

Sing- oder Wasservogel? Je nach Vogelart eines Kadavers sollten Bremer unterschiedlich reagieren. (Symbolbild) Bild: dpa | Martin Schroeder
Video-Ende

Die Vogelgrippe breitet sich auch im Norden aus. So sollte man sich verhalten, wenn man einen toten Vogel findet.

buten un binnen bei Google bevorzugen

Gibt es bereits Fälle bei Wildvögeln in Bremen?

In Bremen sind vier Fälle von Geflügelpest bei verendeten Wildvögeln nachgewiesen worden. "Der Befund führt zu keinen Veränderungen der bereits in der Stadtgemeinde Bremen geltenden Schutz- und Überwachungszonen", hieß es am Donnerstag aus dem zuständigen Gesundheitsressort. Diese Zonen würden nicht um die Fundorte von an Geflügelpest erkrankten Wildvögel eingerichtet.

In Bremen gelten diese Zonen aktuell aufgrund eines Ausbruchs in einem Legehennenbetrieb in Stuhr. In Bremen selbst waren bislang keine Fälle nachgewiesen worden. Die vier verendeten Wildvögel waren bereits vergangene Woche ins Labor geschickt worden.

Wie sollten Bremer mit toten Wildvögeln umgehen?

Wildvögel sollten nicht berührt werden, so das Gesundheitsressort. Wer ein vermutlich krankes oder totes Tier sieht, kann den Fund dem Lebensmittelüberwachungs-, Tierschutz- und Veterinärdienst Bremen (LMTVet) melden. Unter der Rufnummer Tel. 0421 361 21 223 in den Zeiten montags bis donnerstags von 9 bis 15 Uhr und freitags von 9 bis 13 Uhr können Bremerinnen und Bremer Rückfragen stellen. Tote Tauben oder Singvögel können den Angaben zufolge im Restmüll entsorgt werden, da sie bei der Verbreitung der Vogelgripppe derzeit keine Rolle spielen.

Ein Mann in Overall mit Atemschutzmaske sammelt einen toten Kranich auf und wirft ihn in eine Traktorschaufel.
Kraniche gehören zu den Vögeln, die das Virus tragen können. Bild: dpa | picture alliance | Christophe Gateau

Welche wilden Vogelarten können an der Vogelgrippe erkranken?

"Nicht jeder Vogel ist für die Vogelgrippe empfänglich und nicht jeder tote Vogel ist an der Vogelgrippe verendet", teilt eine Sprecherin der Bremer Gesundheitsbehörde auf Anfrage von buten un binnen mit. Tauben und Singvögel – wie etwa Drosseln – spielten bei der derzeitigen Vogelgrippe keine Rolle. Diese könnten im Restmüll entsorgt werden. Tote Tiere sollten grundsätzlich nur mit Einweghandschuhen oder etwa mithilfe einer Plastiktüte angefasst werden.
Im Gegensatz dazu können Wildvögel wie Kraniche, Enten, Gänse, Schwäne und Reiher an der Vogelgrippe erkranken.

Wie sehen die Schutzmaßnahmen in Bremen und Niedersachsen aus?

In Niedersachsen haben aktuell 15 Landkreise, die Region Hannover und die Stadt Oldenburg eine allgemeine Stallpflicht angeordnet (Stand: 29. Oktober). Dazu gehören auch Landkreise rund um Bremen.
In Bremen gelten verschärfte Regeln für jene Geflügelhalter, die in den sogenannten Schutz- und Überwachungszonen sind. Diese Zonen wurden nach dem Vogelgrippe-Ausbruch in Stuhr festgelegt. So gelten in den Ortsteilen Huchting, Neustadt, Obervieland, Östliche Vorstadt, Hemelingen, Schwachhausen, Vahr, Findorff, Walle, Gröpelingen, Häfen, Woltmershausen, Seehausen, Strom und Hasenbüren besondere Regeln, darunter auch eine Stallpflicht. "Ein Kontakt zu Wildvögeln ist unbedingt zu unterbinden", heißt es in der Anordnung des LMTVet.

Diese Maßnahmen gelten in Bremen gegen die Vogelgrippe

Im niedersächsischen Stuhr ist die Geflügelpest ausgebrochen. Damit gelten jetzt auch in Bremen verschärfte Sicherheitsmaßnahmen.

Video starten | 1:17 (Video)
Bild: privat

Autoren

Quellen: buten un binnen und dpa.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 28. Oktober 2010, 19:30 Uhr