Fernwärme-Kosten steigen – so könnten Bremer Geld sparen

Leitungen sind in der Fernwärmeverteilerstation des Heizkraftwerk 3 Stuttgart-Gaisburg des Energiekonzerns EnBW zu sehen.

Fernwärme-Kosten steigen – so könnten Bremer Geld sparen

Bild: dpa | Marijan Murat

Ein Einfamilienhaushalt könnte pro Jahr 530 Euro mehr für Fernwärme bezahlen müssen. Um Mehrkosten zu vermeiden, empfiehlt die Verbraucherzentrale, die Anschlussleistung zu prüfen.

Die Bremer Verbraucherzentrale rät Fernwärmekunden der SWB, ihre Anschlussleistung technisch überprüfen zu lassen, denn oft sei sie höher als nötig. Der Grund: Fernwärme wird in Bremen teurer – auf diesem Wege ließen sich Kosten reduzieren.

In einigen Fällen bietet sich die Möglichkeit an, die Leistung der Fernwärmeheizung auf die Hälfte zu reduzieren, rät die Verbraucherzentrale. Besonders dann, wenn weniger Wärme benötigt als tatsächlich bereitgestellt wird. Um dies anzupassen, müssen Kunden aber den Anbieter beauftragen. Mieter könnten dafür laut Verbraucherzentrale ihre Vermieter bitten, dies vorzunehmen. Auf Einfamilienhäuser können laut SWB künftig rund 530 Euro Mehrkosten im Jahr für Fernwärme zukommen.

Höhere Kosten auch für Gewoba-Mieter

Auch die Bremer Wohnungsbaugesellschaft Gewoba reagiert auf die Preiserhöhung durch die SWB. Sie rechnet damit, dass für ihre rund 20.000 Bremer Mietwohnungen, die Fernwärme beziehen, künftig im Schnitt 190 Euro mehr im Jahr anfallen. Ein Prokurist der Gewoba sagte zu buten un binnen, man lasse im Sinne der Kunden die Preiserhöhung durch einen Juristen prüfen. Dies sei allerdings ein gewöhnliches Vorgehen bei einer Preiserhöhung.

Im bundesweiten Vergleich habe sich Bremen bislang bei den Fernwärmepreisen im unteren Feld bewegt, so die Energieberaterin der Bremer Verbraucherzentrale zu buten un binnen. Das sei vorbei: Bremen befinde sich nun im Bundesdurchschnitt. Diese Veränderung hat die Verbraucherzentrale zum Anlass genommen, die Formel zur Berechnung des neuen Fernwärmepreises genau zu überprüfen. Das Ergebnis der Verbraucherzentrale zeigt laut der Sprecherin, dass nichts zu beanstanden ist.

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Autor

  • Mischa Wahed
    Mischa Wahed

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau, 21. März 2025, 16 Uhr