Bremer Handwerker fordern weniger Bürokratie bei Betriebsnachfolgen
Bremer Handwerkskammer fordert weniger Papierkram für Betriebsgründer
Bis 2030 stehen laut Handwerkskammer 1.400 Betriebe vor dem Generationenwechsel. Handwerker schreckten wegen zu viel Papierkram und fehlender Förderung aber oft zurück.
Die Handwerkskammer Bremen fordert von der Politik mehr Unterstützung für junge Handwerker und Handwerkerinnen, die einen Betrieb übernehmen wollen. Damit die Betriebe nicht schließen müssen, fordert Kammer-Präses Thomas Kurzke vor allem weniger Bürokratie. Denn der Papierkram schrecke viele Handwerkerinnen und Handwerker von der Selbstständigkeit ab.
Das Wirtschaftsressort verweist auf Nachfrage von buten un binnen auf existierende Instrumente. Beim im Februar eingeführten "Bürokratiemelder" können Handwerksbetriebe beispielsweise melden, wo sie im Alltag auf Verwaltungshürden stoßen. Die Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation und die Handwerkskammer werten diese Meldungen dann gemeinsam aus und prüfen, ob sie abgeschafft oder vereinfacht werden können. Das Projekt "Digitallotse" hingegen biete vor allem kleinen und mittleren Handwerksbetrieben eine praxisnahe Erstberatung zu Digitalisierungsfragen, teilt das Ressort mit.
Handwerkskammer fordert höhere Meisterprämie
Die Handwerkskammer fordert darüber hinaus allerdings auch mehr finanzielle Unterstützung. So müsse Bremen angehende Meister wieder besser finanziell unterstützen, sagt Kammer-Präses Thomas Kurzke.
Im Vergleich zu Niedersachsen hinke Bremen der Kammer zufolge inzwischen hinterher. Denn dort gebe es weiterhin eine Meisterprämie in Höhe von 4.000 Euro. Außerdem biete das Bundesland zusätzlich eine Meistergründungsprämie von 10.000 Euro für Existenzgründer oder Nachfolger, die Mitarbeitende einstellen.
Der Bremer Senat hatte die Meisterprämie in Bremen hingegen Anfang 2025 von 4.000 auf 1.300 Euro gekürzt.
Quelle: buten un binnen.
Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Nachmittag, 1. Juli 2026, 16 Uhr