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Sommerliche Hitze in Bremen: Was bei Hitze und Sonne wichtig ist
Sommerliche Hitze Bremen und umzu: Was bei Hitze und Sonne wichtig ist
Ab Mittwoch sind bis zu 34 Grad angesagt, am Freitag sogar bis zu 38: Wie man eine Überhitzung erkennt und warum es dafür nicht unbedingt Sonne braucht, erklärt ein Bremer Hausarzt.
Warum ist es besonders wichtig, sich vor Sonne zu schützen?
Sonne sollte nicht ungehindert auf die Kopfhaut scheinen können. "Bei einer Glatze braucht man eine Kopfbedeckung, generell sollte man eher im Schatten bleiben", sagt Holger Schelp, Vorsitzender des Hausärzteverbands Bremen. Menschen, die sonst eine Mütze tragen und ohne sie frieren, sollten sich eine Kappe aufsetzen. Auch bei Kindern ist eine Kappe oder ein Sonnenhut ein Muss. Wasserfeste Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor sollte man auch auftragen.
Was führt zu einer Überhitzung?
Von einem "heißen Tag" spricht der Deutsche Wetterdienst (DWD) zwar erst ab einer Temperatur von 30 Grad Celsius. Doch auch nach den kühlen Temperaturen der vergangenen Wochen braucht der Körper Zeit, um sich an das Sommerwetter zu gewöhnen. Dabei ist es nicht immer der Aufenthalt in der Sonne, der zu Überhitzung führt, sagt Holger Schelp. Auch zu heiße Räume können gesundheitliche Probleme machen.
Die Symptome sind vielfältig: "Es äußert sich zum Beispiel durch Unwohlsein, in einigen Fällen durch Übelkeit, es kann ein Druckgefühl im Kopf geben, manche Menschen fühlen sich benommen, werden träge oder wunderlich." Wer das bei einem betreuungsbedürftigen Menschen bemerkt, sollte sich kümmern, da die Betroffenen oft nicht mehr in der Lage sind, zu merken, was mit ihnen los ist und sich nicht selbst helfen können, sagt Schelp.
Was hilft bei Überhitzung?
Doch nicht in allen Fällen hilft Wasserzufuhr – manchmal war der Körper einfach zu lange heißen Temperaturen ausgesetzt und muss abkühlen. Zum Beispiel durch kühle Wadenwickel, wie um Fieber zu senken oder mithilfe von einem Kühlpack, das man, in ein Handtuch eingeschlagen, auf Nacken oder Stirn legen kann, erklärt Schelp. Auch die Person in einen kühlen Raum zu bringen, kann helfen, sagt der Hausarzt. Er rät dazu, frühzeitig daran zu denken, die eigene Wohnung kühl zu halten, Jalousien und Rollläden sollten bei starker Sonne tagsüber unten bleiben, lüften sollte man nachts. "Wenn die Wohnung erst einmal warm ist, ist es schwierig, sie wieder kühl zu bekommen."
Was ist der Unterschied zwischen Hitzschlag und Sonnenstich?
Symptome eines Hitzschlags sind beispielsweise Kopfschmerzen, Schwindel, Schläfrigkeit, Verwirrtheit, Krämpfe, ungewöhnliche Unruhe oder heiße, rote, trockene Haut. Eventuell treten auch Erbrechen, Durchfall oder niedriger Blutdruck auf. Ein Hitzschlag kann lebensbedrohlich werden, der Rettungsdienst sollte gerufen werden. Betroffene sollten an einen kühlen Ort gebracht und wenn möglich mit Flüssigkeit versorgt werden.
Bei einem Sonnenstich wird durch längere, direkte Sonneneinstrahlung auf den Kopf die Hirnhaut gereizt. Folgen hiervon sind etwa Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen, ein geröteter, heißer Kopf, Bewusstseinsstörungen, Tinnitus oder ein steifer Nacken. Betroffene sollten an einen schattigen, gut belüfteten Ort gebracht und mit erhöhtem Kopf gelagert werden. Der Kopf sollte mit feuchten, kalten Tüchern gekühlt werden. Bei Symptomen eines starken Sonnenstichs wie Bewusstseinsstörungen oder einem steifen Nacken ist ein Notarzt zu rufen.
Dieser Artikel wurde zuerst im Juli 2024 veröffentlicht. Wir haben ihn aktualisiert und überarbeitet.
Quellen: buten un binnen und AFP.
Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Der Morgen, 24. Juni 2026, 6:36 Uhr