Razzia in Bremer Haus: Teure Kunstwerke mit Schmiergeld gekauft?

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Mehrere Polizisten laufen nebeneinander. (Symbolbild)

Razzia in Bremer Haus: Teure Kunstwerke mit Schmiergeld gekauft?

Die Polizei Bremen hat bei einer Razzia wertvolle Kunst und Luxusgüter sichergestellt. (Symbolbild) Bild: dpa | Klaus-Dietmar Gabbert
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Ein Manager eines Unternehmens bei Wuppertal wurde wegen Untreue- und Bestechlichkeitsverdachts festgenommen. Eine Spur führt auch zu einem Haus nach Bremen.

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Bei einer Durchsuchung in Bremen hat die Polizei am Freitag mehrere wertvolle Kunstwerke und Luxusgüter sichergestellt. Beamte der Polizei Bremen durchsuchten gemeinsam mit Einsatzkräften aus Wuppertal im Auftrag der Staatsanwaltschaft Wuppertal ein Einfamilienhaus in Schwachhausen.

Nach Angaben der Ermittler wurden dabei unter anderem Werke des Malers Jörg Immendorff sowie Plastiken des Bildhauers Markus Lüpertz entdeckt und beschlagnahmt. Zudem stellten die Beamten mehrere hochpreisige Weinflaschen sicher. Einzelne Flaschen sollen laut Staatsanwaltschaft einen Wert von mehr als 1.000 Euro gehabt haben.

Schlüssel führt zu Einfamilienhaus in Bremen

Hintergrund der Durchsuchung ist ein umfangreiches Ermittlungsverfahren gegen einen 52-jährigen Mitarbeiter eines Unternehmens aus dem Raum Wuppertal. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Untreue und besonders schwere Fälle von Bestechlichkeit vor. Konkret soll der Mann in leitender Funktion im China-Geschäft der Firma über Jahre hinweg Schmiergelder in Höhe von insgesamt rund 11 Millionen Euro von chinesischen Zulieferern angenommen haben.

Der Beschuldigte wurde bereits am Dienstag am Flughafen München festgenommen, nachdem er aus Shanghai eingereist war. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist der 52-Jährige nicht Eigentümer des durchsuchten Einfamilienhauses in Bremen. Allerdings fanden die Ermittler bei seiner Festnahme einen Schlüssel zu dem Objekt an seinem Schlüsselbund. In welchem Verhältnis der Mann zu dem Haus steht, ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen.

Verdacht: Werke könnten mit Schmiergeld gekauft worden sein

Die Staatsanwaltschaft hält es für möglich, dass die sichergestellten Kunstwerke und Wertgegenstände mit den unrechtmäßig erlangten Geldern finanziert worden sein könnten. Dabei handelt es sich nach aktuellem Stand jedoch um einen Anfangsverdacht. Eine abschließende Bewertung steht noch aus.

Der Beschuldigte wurde in Bayern einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Seine Überstellung nach Wuppertal ist nach Angaben der Ermittler in Vorbereitung. Bei einer Verurteilung droht ihm eine mehrjährige Haftstrafe.

Arbeitgeber stellt Strafanzeige

Inzwischen hat sich auch der Arbeitgeber des Verdächtigen zu dem Fall geäußert. Man habe "auf Basis von eigenen internen Nachforschungen mutmaßliche Gesetzesverstöße eines Mitarbeiters einer chinesischen Tochtergesellschaft zum Nachteil des Unternehmens aufgedeckt und das Arbeitsverhältnis mit diesem Mitarbeiter beendet." Das Unternehmen hat demnach bei der Staatsanwaltschaft Wuppertal Strafanzeige gestellt und werde die zuständigen Behörden bei der Aufklärung des Vorfalls vollumfänglich unterstützen. Zum Ermittlungsverfahren selbst will sich das Unternehmen nicht äußern.

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Quelle: buten un binnen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 27. März 2026, 16 Uhr