Bremer Basketball-Talent Schroeder schafft den Sprung in die USA
Colin Schroeder schafft den Sprung aus Bremen in die USA
Von Norddeutschland nach Kalifornien: Für Colin Schroeder geht ein erster Traum in Erfüllung. Der 19-Jährige hofft auf den nächsten Schritt seiner Karriere – und die NBA.
Mit über zwei Metern Körperlänge, Schuhgröße 50 und dem U18-Europameister-Titel bringt Colin Schroeder vieles mit, was man für Erfolg im Basketball gut gebrauchen kann. Aufgewachsen ist der 19-Jährige in Weyhe, besuchte die sportbetonte Bremer Oberschule an der Ronzelenstraße und wohnte auch dort im Internat.
Aus Weyhe nach Kalifornien
Als Offensivspieler spielte Schroeder bereits zwei Jahre für den Bundesliga-Klub der Baskets Oldenburg, war dort ein fester Bestandteil des Teams. Nach 16 Einsätzen in der abgelaufenen BBL-Saison hat Schroeder nun aber einen anderen Plan. Ab August wird er für die Fresno University in Kalifornien auf Korbjagd gehen. Nach seinem Abitur in Bremen freut sich Schroeder auf einen Szenenwechsel.
Neben seinem Studium der Unternehmensführung wird er mehrfach täglich trainieren und dann vor bis zu 16.000 Zuschauern spielen. Es wird ein Sprung in eine ganz andere Welt, als jene, die er hier bisher kannte. "In den USA gehen Studium und Basketball Hand in Hand. Es ist ein Team der Uni und alles läuft über die Uni, sodass es da keine Komplikationen gibt", so Schroeder.
US-College als nächster Schritt
Vor zwei Jahren gewann der heute 19-Jährige den U18-Europameister-Titel. Zehn seiner elf Teamkollegen von damals sind mittlerweile an einem College in den Vereinigten Staaten.
Das ist der nächste Schritt, den ich gehen muss, um meine Karriere weiterzubringen und das Ziel NBA anzugreifen.
Colin Schroeder bei buten un binnen
Der erste NBA-Spieler, der es von der Fresno University in die vermeintlich beste Basketball-Liga der Welt schafft, wäre er nicht. Olympiasieger Paul George ist vor seinem NBA-Debüt bei den Indiana Pacers ebenfalls für die Fresno University aufgelaufen.
Schroeder: "Unter Druck entstehen Diamanten"
Das macht mit Schroeder aber wenig. "Ich wandle Druck immer in Motivation um. Unter Druck entstehen Diamanten. Für mich ist es ein Zeichen, dass die Trainer, die mich trainieren, schon jemanden in die NBA gebracht haben", betont der 19-Jährige. Der Schritt in die NBA ist trotz Stipendiums und Profistatus in Deutschland kein Selbstläufer.
Grund zur Hoffnung gibt es aber dennoch: Allein in diesem Draft, also dem Auswahlverfahren der Basketball-Profiklubs in den USA, haben es mit Hannes Steinbach (Washington State University/Charlotte Hornets), Christian Anderson (Texas Tech University/Charlotte Hornets) und Jack Kayil (Alba Berlin/New York Knicks) gleich drei junge deutsche Talente zu den Profis in den Vereinigten Staaten geschafft.
Beim Namen Schroeder beziehungsweise Schröder wird im Basketball schnell aufgehorcht. Verwandt sind Youngstar Colin Schroeder und der deutsche Nationalmannschafts-Kapitän Dennis Schröder aber nicht. Dennoch legt der Bremer aktuell den Grundstein für den Traum nach dem Point Guard der Cleveland Cavaliers der nächste Schröder in der NBA zu werden.
Quelle: buten un binnen.
Dieses Thema im Programm: Bremen NEXT, Bremen NEXT am Morgen, 19. Juni 2026, 7:10 Uhr