Interview

Neue Torjägerin für Werder-Frauen? Kromp kündigt Verstärkung an

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Wie Werder-Trainerin Kromp den Umbruch im Team vollziehen will

Kromp trat bei den Werder-Frauen im Sommer 2025 die Nachfolge von Thomas Horsch an. Bild: Radio Bremen
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Werders Trainerin Friederike "Fritzy" Kromp blickt bei buten un binnen auf den Kaderumbruch und skizziert die Zukunft der Frauen-Bundesliga. Das komplette Interview zum Nachlesen.

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Frau Kromp, nach dieser Rekordsaison, die ihr Team auf Platz 6 beendet hat, steigen die Erwartungen. Können Sie diese auch in der nächsten Saison erfüllen?

Das wird sich zeigen. Aktuell sind wir mitten in der Kaderplanung. Wir müssen schauen, wie er sich letztlich zusammenstellt. Das ist jetzt der Fluch der guten Tat. Letzte Saison war auch schon eine Rekordsaison, auch mit der Teilnahme am Pokalfinale gegen Bayern. Wir haben die Messlatte jetzt noch einmal weiter nach oben geschraubt. Aber das nehmen wir gerne an. Das Ziel ist, dass wir weiter an uns arbeiten und ambitioniert bleiben.

Larissa Mühlhaus war an 28 von 42 Saisontoren direkt beteiligt. Sie verlässt den Verein. Wie wollen Sie diese Lücke künftig kompensieren?

Indem wir unseren Job machen und eine kreative Lösung suchen müssen. Letztlich ist Larissa natürlich nicht eins zu eins zu ersetzen. Dafür ist sie zu gut geworden. In dieser Saison hat sie wirklich eine herausragende Saison gespielt. Sie hat kein einziges Spiel verpasst, hat immer gespielt. Durch herausragende Leistungen hat sie eine sehr gute Quote erzielt. Das gilt es in Zukunft auf mehreren Schultern zu verteilen.

Zehn Spielerinnen sind bisher gegangen. Erst eine Spielerin wurde neu verpflichtet. Inwieweit suchen Sie jetzt besonders für den Sturm Verstärkungen?

Wir haben Medina Desic und Lena Petermann, die bleiben. Wir haben Tuana Mahmoud, die aus der Verletzung zurückkommt und in der Sommervorbereitung wieder bei uns sein wird. Wir haben mit Lilli Purtscheller auch schon eine österreichische A-Nationalspielerin unter Vertrag nehmen können, die ein wenig die Rolle von Maja Sternad übernehmen soll.

Wir haben zudem junge, hoffnungsvolle Talente wie Sarah Ernst im Winter dazu bekommen, die auf der Flügelposition zum Einsatz kommen kann. Klar gilt es noch, die eine oder andere vakante Position zu besetzen, vor allem auch im zentralen Sturmbereich.

Was Larissa Mühlhaus' Position betrifft: Da sind wir dran und guter Dinge, dass wir bald Vollzug melden können.

Werders Fußball-Trainerin Friederike "Fritzy" Kromp steht nach einem Heimspiel vor einer Werbewand beim Interview.
Werders Trainerin Kromp über eine Sturm-Nachfolgerin für Mühlhaus
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Saison der Werder-Frauen endet mit bislang bester End-Platzierung

Bild: Imago | Stiensiek.ch
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Sind denn die Werder-Verantwortlichen nach so einer guten Saison auch bereit, vielleicht noch einen Ticken tiefer in die Tasche zu greifen?

Sind sie definitiv. Auch weil sie wissen, dass es passieren muss, weil die Vereine um uns herum auch weitere Schritte machen, sich zu professionalisieren. Professionalisierung heißt zum einen, ins Personal zu investieren, und zum anderen, in den Kader zu investieren. Aber auch in die ganze Struktur – und das passiert auch bei uns bei Werder Bremen

Carl Zeiss Jena und die SGS Essen sind die letzten kleineren Clubs, die aus der Liga gehen. Der VfB Stuttgart und Mainz 05 steigen auf. Fürchten Sie, dass die Konkurrenz zu groß wird, um die diesjährige Leistung nochmal so zu bestätigen?

Konkurrenz belebt das Geschäft, wie man so schön sagt. Deswegen fürchte ich mich nicht, sondern freue mich darauf. Die Konkurrenz von unten lebt und es wird ein Verdrängungsmarkt entstehen.

Borussia Dortmund drängt mittelfristig in die Bundesliga, genauso wie Schalke 04 und weitere andere Klubs: Hertha BSC oder Viktoria Berlin. Da sind spannende Klubs unter uns, die das Niveau insgesamt weiter anheben werden. Sie zwingen alle Klubs dazu, auch Werder Bremen, weiter ihre eigenen Hausaufgaben zu machen und sich weiter zu professionalisieren.

Birte Brüggemann, die sportliche Leiterin für den Mädchen- und Frauenfußball, hat Werder im März abrupt verlassen. Sie übernehmen ihren Job nun teilweise mit. Ist das nicht alles ein bisschen viel für Sie? Sie sollen ja auch die Mannschaft noch vernünftig trainieren.

Ich hatte viele Aufgaben parallel, aber ich habe auch mein tolles Trainerteam um mich herum. Das ist jetzt sehr eingespielt, die Abläufe haben sehr gut funktioniert. Und dann hatten wir auch die Unterstützung von Clemens Fritz und seinem Team bei Vertragsverhandlungen und Verträgen. Natürlich war es herausfordernd, aber wir haben es im Team ganz gut hinbekommen.

Das Interview hat Stephan Schiffner geführt. Redigiert und aufgeschrieben für butenunbinnen.de hat es Julian Meiser.

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Autor

  • Stephan Schiffner
    Stephan Schiffner

Quelle: buten un binnen.

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 18. Mai 2026, 18:06 Uhr