4 Erkenntnisse aus Horst Steffens Debüt als Werder-Trainer
Erstes Spiel unter Trainer Horst Steffen: Werder gewinnt gegen Verden
Das Testspiel in Verden gewann Werder souverän 6:0. Sportlich war die Partie beim Oberligisten sicherlich kein Gradmesser. Dennoch lässt sich aus der Partie bereits einiges ableiten.
1 Horst Steffen lässt Viererkette einstudieren
Im Gegensatz zu Ole Werner lässt Horst Steffen keine Dreierkette spielen, sondern möchte in der Defensive eine Viererkette etablieren. Beim Test in Verden bildeten zunächst Amos Pieper und Wesley Adeh die Innenverteidigung, flankiert von Julian Malatini auf der rechten und Olivier Deman auf der linken Seite. Später krempelte Steffen seine Abwehrreihe einmal komplett um.
Interessant wird, auf welche Stamm-Innenverteidigung sich Horst Steffen zum Start der Bundesliga-Saison festlegen wird. Um die zwei Plätze werden voraussichtlich Marco Friedl, Amos Pieper, Niklas Stark, Julian Malatini und Leihspieler Maximilian Wöber buhlen. Vorausgesetzt es gibt keine Zu- oder Abgänge mehr auf dieser Position.
Das Gute: Wöber, Friedl und Malatini können nicht nur in der Abwehrzentrale spielen, sondern auch auf den defensiven Außenbahnen.
2 Covic und Opitz lassen Talent aufblitzen
Gleich mehrere Talente, die im Mai den Junioren-DFB-Pokal mit Werders U19 gewonnen hatten, warf Steffen bei seinem Debüt an der Seitenlinie ins Rennen. Besonders auffallend war dabei der hochveranlagte Mittelfeldspieler Patrice Covic, der kürzlich seinen ersten Profivertrag unterschreiben durfte.
Der 18-Jährige konnte in Verden mehrfach andeuten, über welche technischen Fähigkeiten er am Ball verfügt. Darüber hinaus erzielte er zwei Tore. Ahnlich spielfreudig zeigte sich der zwei Jahre ältere Leon Opitz, der das zwischenzeitliche 2:0 erzielte und in der ersten Halbzeit der aktivste Spieler auf dem Platz war.
3 Leihrückkehrer bekommen einen Neustart
In der Vorsaison spielten Isak Hansen-Aarøen, Olivier Deman, Dikeni Salifou und Dawid Kownacki in den unmittelbaren Planungen von Ole Werner allesamt keine Rolle und wurden entsprechend verliehen. Hansen-Aarøen an Aalborg, Deman an Royal Antwerpen, Salifou an Austria Klagenfurt und Kownacki an Fortuna Düsseldorf.
Während der Däne und der Belgier in Verden von Beginn an ran durften, kam der Togoer Salifou in der zweiten Hälfte ins Spiel. Pole Kownacki musste sich bis Mitte der zweiten Halbzeit gedulden. Dank des Trainerwechsels können sie nun einen gänzlich neuen Anlauf nehmen, um sich in Werders Profikader zu etablieren.
4 Die Lust auf den SV Werder ist riesig
Dass das Weser-Stadion nahezu immer ausverkauft ist und die deshalb angespannte Kartensituation bei ticketlosen Fans so manches Mal für Frust sorgt, ist hinlänglich bekannt.
Umso größer war die Freude bei den kleinen und großen Werder-Anhängern, ihre Stars auch mal abseits der großen Bühne spielen zu sehen. Über 5.000 Karten wurden für das Spiel am Stadion am Berliner Ring in Verden verkauft. Nach Abpfiff holten sich viele Fans Autogramme ab und machten mit ihren Idolen Selfies.
Quelle: buten un binnen.
Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 12. Juli 2025, 18 Uhr