Werder-Trainer nach 0:4-Pleite: Müssen uns Pfiffe gefallen lassen
Wie geht es bei Werder nach der 0:4-Pleite gegen Stuttgart weiter?
Nach einem schwungvollen Start verloren die Bremer an Fahrt und waren ab der 59. Minute nach einer Gelb-Roten Karte gegen Karim Coulibaly auch noch in Unterzahl.
Die Bremer schlitterten eine Woche nach der Pleite im Nordderby gegen den Hamburger SV tiefer in ihre Ergebniskrise – seit vier Spielen wartet Werder bereits auf einen Sieg in der Liga. Nach einer ersten Bremer Chance in der dritten Minute durch Njinmah ließ der Bremer Schwung nach und die Stuttgarter übernahmen das Kommando. Die Gastgeber leisteten sich nun viel zu viele Fehlpässe, der VfB diktierte das Geschehen.
Pfiffe von den Rängen im Weser-Stadion
Bilal El Khannouss brachte den VfB schließlich in Führung (40.), Jamie Leweling legte mit seinem Gewaltschuss aus der Distanz noch vor der Pause nach (44.). In der zweiten Hälfte erhöhte Topstürmer Deniz Undav sehenswert (79.) und der eingewechselte Chris Führich (90.+7) traf in der letzten Minute der Nachspielzeit zum Endstand.
"Ganz klar ernüchternd" sei das Dargebotene gewesen, sagte Trainer Horst Steffen nach dem Spiel. Zuvor hatte Steffen seine bedröppelt wirkende Mannschaft, die nun seit vier Spielen auf einen Sieg in der Liga wartet, noch auf dem Rasen des Weser-Stadions im Kreis versammelt. Von den Rängen gab es vereinzelte Pfiffe – ungewöhnlich im sonst so ruhigen Bremer Umfeld.
Wenn die Fans das Gefühl haben, sie müssten pfeifen, dann müssen wir uns das gefallen lassen.
Horst Steffen, Werder-Trainer
Ein 0:4 sei schließlich auch nicht "zum Applaudieren geeignet", sagte der Werder-Trainer. Niklas Stark schloss sich seinem Coach an: "Dass man sauer ist, kann ich verstehen, weil wir es auch sind", sagte der Verteidiger und schob nach: "Wir müssen das intern ganz klar besprechen – jeder muss wieder seinen Job zu 100 Prozent machen."
Spiel gegen Augsburg wird "sehr wichtig"
Was dem erfahrenen Stark überhaupt nicht gefiel? Ausgerechnet an der Zweikampfhärte und teils auch an der kämpferischen Qualität ließ es Werder gegen den VfB vermissen. "Es ist offensichtlich, dass wir nicht richtig in die Zweikämpfe kommen. Wir müssen uns fragen, warum das so ist", sagte Stark.
Nach der nur zu Beginn bundesligatauglichen Leistung gegen Stuttgart richtet sich der Blick bei Werder nach unten. Doch noch trennen die Grün-Weißen fünf Punkte von der Abstiegszone, und beim abschließenden Hinrundenspiel beim FC Augsburg am Samstag (15.30 Uhr/Sky) bietet sich die Chance auf einen vorweihnachtlichen Befreiungsschlag. Die Partie gegen den Tabellennachbarn werde für den Bundesligazwölften natürlich "sehr wichtig", sagte deshalb auch Stark.
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Werders 0:4-Pleite gegen Stuttgart im Video
Kleine Formdelle oder brennt bei Werder schon der Baum? Die Grün-Weißen verlieren das letzte Heimspiel des Jahres deutlich mit 0:4 gegen Stuttgart.
Quelle: Imago / Nordphoto / Eibner