Eis erforscht, Insel entdeckt: "Polarstern" zurück in Bremerhaven
Polarstern kehrt nach 183 Tagen nach Bremerhaven zurück
Das Forschungsschiff war in der Antarktis unterwegs. Unter anderem entdeckten die Wissenschaftler eine bislang unbekannte Insel. Am Mittag sind sie in Bremerhaven empfangen worden.
In Bremerhaven ist das Forschungsschiff Polarstern zurück in seinen Heimathafen gekommen. Bundesforschungsministerin Dorothe Bär (CSU) begrüßt die Forscherinnen und Forscher des Alfred-Wegener-Institutes nach 183 Tagen in der Antarktis.
Ein halbes Jahr lang war das Forschungsschiff Polarstern unterwegs. Von ihrer Reise bringen die Forscherinnen und Forscher wichtige Erkenntnisse zu den Ursachen des jüngsten Meereisrückganges in der Antarktis und dessen Folgen mit. Das Meereis dort galt lange Zeit als stabil. Seit 2017 geht es jedoch auch rund um den Südpol stark zurück. Während seiner Reise hat das Team auf einer Strecke von 4.400 Kilometern gemessen, wie dick das Meereis noch ist.
Auch für den Artenschutz war die Expedition von Bedeutung: Untersucht wurde, wie sich Artenvielfalt und das Ökosystem im östlichen Weddellmeer verändern. Das Weddellmeer gilt als eines der letzten weitgehend unberührten Meeresgebiete unserer Erde. Forschungsministerin Dorothee Bär betont die große Bedeutung der gesammelten Daten für die Wissenschaft.
Neue Insel entdeckt
Unter anderem entdeckten die Wissenschaftler bei der Expedition eine bislang unbekannte Insel. Auf Seekarten wurde der Fels zuvor als unerforschte Gefahrenzone angegeben. Die 130 Meter lange und 50 Meter breite Insel selbst wurde nun aber erstmals offiziell durch die AWI-Forscher entdeckt und vermessen.
Quelle: buten un binnen.
Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 15. Mai 2026, 19:30 Uhr