Infografik
Sprachförderung: Schüler aus armen Bremer Stadtteilen im Rückstand
Im Land Bremen können viele Kinder nur schlecht Deutsch, wenn sie eingeschult werden. Eine Studie zeigt: Je ärmer der Stadtteil, desto mehr Kinder sind betroffen.
Jedes zweite Kind im Land Bremen hat kurz vor der Einschulung große Probleme mit der deutschen Sprache. Das geht aus dem jüngsten Bericht des Bremer Instituts für Qualitätsentwicklung (IQHB) hervor. Demnach liegt die Sprachförderquote bei Kindern im letzten Kita-Jahr in der Stadt Bremen bei 49,2 Prozent und in Bremerhaven bei 58,5 Prozent.
Ins Auge fällt zudem: Je ärmer ein Wohnviertel, desto mehr Kinder benötigen Sprachförderung. In Bremen-Gröpelingen betrifft das drei von vier Kindern. In der Bremerhavener Goethestraße (ein Ortsteil im Stadtteil Lehe) sind es sogar fast 85 Prozent der Kinder. Dazu muss man wissen: In den laut Sozialindex schwächsten Stadtteilen des Landes Bremen wie eben Gröpelingen (siehe Sozialmonitoring Bremen 2025) ist zugleich der Anteil der Kinder am höchsten, deren Muttersprache nicht Deutsch ist.
Vorschulische Sprachförderquote in Bremen nach Stadtteilen
Vorschulische Sprachförderquote in Bremerhaven nach Stadtteilen
Die Autoren des IQHB-Berichts weisen darauf hin, dass sich in den höheren Altersstufen ein ähnliches Bild ergibt: Schülerinnen und Schüler aus wohlsituierten Stadtteilen haben im Land Bremen deutlich bessere Chancen auf eine gute Schulbildung als solche aus armen Wohngegenden. Entsprechend stünden auch die Lehrkräfte an den Schulen ärmerer Gegenden vor wesentlich größeren Herausforderungen als jene, die beispielsweise an einer Schule in Schwachhausen arbeiten.
Jedes 2. Bremer Kita-Kind im Vorschulalter spricht nicht gut Deutsch
Quelle: buten un binnen.
Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 23. April 2026, 19.30 Uhr