7:0 gegen Jena: Werders Fußballerinnen feiern Gute-Laune-Tor-Party

Audio
Werders Fußballerinnen bejubeln ein Tor gegen Jena, Torschützin Larissa Mühlhaus springt dabei in der Luft Lara Schmidt an, die ihr entgegengesprungen war.

Werders Fußballerinnen fegen Jena mit 6:0 vom Platz

Bild: Imago | Foto2Press
Audio-Ende

Nach zuletzt nur zwei Punkten aus vier Spielen haben sich die Bremer Bundesligistinnen mit einem Kantersieg im letzten Heimspiel der Saison von den Fans verabschiedet.

buten un binnen bei Google bevorzugen

Am Ende hatte noch einmal alles gepasst. Beim letzten Bundesliga-Heimspiel von Werders Fußballerinnen war das Bremer Wetter sonnig, das Stadion Platz 11 mit über 1.700 Fans gefüllt und die Mannschaft in bester Spiel- und Torlaune.

Die Gegnerinnen am Sonntagnachmittag kamen den Werderanerinnen natürlich auch entgegen, denn das Team von FC Carl Zeiss Jena weiß bereits, dass es aus der Bundesliga absteigen wird. So machte es die klare 0:7-Niederlage zwar nicht mehr schlimmer für Jena, aber für die Bremerinnen war es der erhoffte Stimmungsaufheller – es wurde sogar der höchste Bundesligasieg jemals.

Es waren viele Besonderheiten dabei: Wir wollten ein positives Torverhältnis erreichen, die 40 Punkte-Marke knacken und Larissa steht in der Torjägerliste wieder ganz oben. Es hätte nicht besser laufen können.

Werder-Trainerin Friederike "Fritzy" Kromp

Zuletzt nur ein Punkt aus 4 Spielen

Die vergangenen zwei Wochen hatten es in sich gehabt für die Mannschaft von Trainerin Friederike "Fritzy" Kromp. Vier Spiele in elf Tagen waren die Bremerinnen als Belastung einfach nicht gewohnt und so ging ihnen hintenraus die Puste aus. Sie holten nur zwei Punkte.

Es war ein kleiner Dämpfer für die Werderanerinnen, die sich nach der besten Hinrunde der Vereinsgeschichte mit Platz drei schon mehr erhofft und vom internationalen Wettbewerb geträumt hatten. In der Rückrunde waren sie jedoch durch zwei Spielabsagen und Länderspielpausen nicht mehr richtig in Tritt gekommen.

Großer Umbruch: 9 Spielerinnen gehen

Neun von Werders Fußballerinnen werden vor dem letzten Heimspiel mit Blumen und Bildern verabschiedet: Arfaoui, Walkling, Dieckmann, Sternad, Matheis, Brandenburg, Beck, Schmidt und Mühlhaus.
Werders Geschäftsführer Klaus Filbry (links) verabschiedete vor dem Heimspiel gegen Jena neun Spielerinnen, die den Verein verlassen. Bild: Imago | Foto2Press

Platz sechs ist immer noch Ausdruck der weiterhin besten Saison und der stärksten Ausbeute mit nun schon 40 Punkten. Doch dieser Sieg gegen Jena tat den Bremerinnen einfach gut. Noch einmal zeigen, dass die guten Leistungen – besonders mit nur einer Heimniederlage – kein Zufall waren.

Und es war der perfekte Abschiedsrahmen für die neun Spielerinnen, die Werder am Saisonende verlassen werden. Amira Arfaoui, Ricarda Walkling, Rieke Dieckmann, Maja Sternad, Saskia Matheis, Michaela Brandenburg, Sharon Beck, Lara Schmidt und Larissa Mühlhaus gehen. Als Neuzugang steht bisher nur Lilli Purtscheller fest. Der große Umbruch ist in vollem Gange in Bremen und so durften sich einige Spielerinnen mit einem Tor verabschieden.

Es war von Anfang an sehr emotional. Wir hatten schon in der Kabine alle Gänsehaut. Es hat mich sehr gefreut, mit der einen oder anderen nochmal zusammenzuspielen. Es hat super viel Spaß gemacht und ich freue mich sehr, dass wir so viele Tore geschossen haben.

Werders Dreifach-Torschützin Larissa Mühlhaus

Mühlhaus trifft schon nach 2 Minuten

Allen voran natürlich Larissa Mühlhaus, die nur 90 Sekunden benötigte, um das erste Tor einzunetzen. In der 22. Minute machte Werders Topstürmerin ihren 15. Saisontreffer zum 3:0 perfekt – zwischenzeitlich hatte Kapitänin Lina Hausicke (8. Minute) das 2:0 erzielt.

Jena wirkte überfahren und oft überfordert und so konnten die Bremerinnen weiter munter draufhalten. In der 41. Minute versenkte Lara Schmidt ihren Abschiedstreffer zum 4:0, Maja Sternad legte ihr 5:0-Tor zum Beginn der 2. Halbzeit nach (50. Minute).

Hattrick für Mühlhaus

Die Fans feierten ihre Mannschaft mit Sprechchören und Gesängen, bis Sarah Ernst in der 74. Minute noch das 6:0 nachlegte. Dass Jena kein Treffer gelingen wollte, lag auch an einer erneut starken Leistung von Werders Torhüterin Mariella El Sherif.

Den Schlusspunkt setzten – wer konnte es anders sein – Topstürmerin Mühlhaus. In der Nachspielzeit gelang ihr das 7:0 und damit ihr Hattrick. Es hatte wirklich alles gepasst an diesem Nachmittag.

Ich möchte gar nicht das Spiel bewerten, sondern danke sagen. Danke, an alle Fans, die gekommen sind und diesen Tag so besonders gemacht haben. Danke aber auch an alle Spielerinnen, die uns verlassen werden. Es war ein toller Abschied, fast wie ein Feiertag.

Werder-Kapitänin Lina Hausicke

Mehr zum Frauen-Fußball:

Autorin

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 10. Mai 2026, 16 Uhr