Kommentar
Absturz mit Ansage – Werder fehlt der Glaube an sich selbst
Kommentar zur Werder-Krise: Hoffnung ja, Glaube nein
Rechnerisch gibt es noch Hoffnung für Werder, den Abstieg zu verhindern. Das Dilemma ist: Die Bremer glauben selbst nicht daran, meint Sportreporter Stephan Schiffner.
Ja, es gibt noch Hoffnung für Werder. Denn es sind ja immerhin noch elf Spiele. Und der Rückstand auf den rettenden Platz 15 beträgt nur einen Punkt. Mit einem Erfolg gegen Heidenheim und etwas Schützenhilfe könnte Werder die Abstiegszone bereits verlassen.
Doch die Hoffnung ist das eine – der Glaube an den Klassenerhalt das andere. Und das ist das Problem. In der momentanen Verfassung wird selbst die Partie gegen das abgeschlagene Tabellen-Schlusslicht Heidenheim zu einer Herkulesaufgabe.
Trainerwechsel ohne Wirkung
Denn der Mannschaft fehlt der Glaube an die eigenen Fähigkeiten. Daran ändert auch der Trainerwechsel nichts. Im Gegenteil. Der Move ist schon nach drei Spielen verpufft.
Werder will, aber kann nicht. Die Mannschaft spielt seit geraumer Zeit ohne Mumm, Ideen und Esprit. Bloß keinen Fehler machen, solange es 0:0 steht. Und dann patzen auch vermeintliche Leistungsträger. Lynen gegen die Bayern. Backhaus gegen St. Pauli.
Schlechte Personalplanung, misslungene Transfers
Keiner auszumachen, der das Team mitreißen kann. Auch die wertvollsten Spieler Schmid und Stage sind nur Mitläufer. 13 Mal sieglos in Folge. Werder ist dem Absturz nervlich nicht gewachsen.
Ursache für das Dilemma: schlechte Personalplanung, misslungene Transfers. Kurz: eine fatale Fehleinschätzung des Kaders. Ole Werner wusste im Sommer genau, warum er seinen Vertrag nicht verlängern wollte. Jetzt bleibt nur noch die Hoffnung, dass sich was dreht. Auch wenn mir der Glaube an die Wende momentan fehlt.
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Das Ergebnis der Befragung ist nicht repräsentativ
Werders Pleite, Pech und Pannen gegen St. Pauli im Video
Quelle: buten un binnen.
Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 23. Februar 2026, 18:06 Uhr