Werder im Flow – aber war das wirklich schon die Wende?
Werders Sieg sorgt für Hoffnungsschimmer im Abstiegskampf
Vom Tiefpunkt zum Aufschwung: Auch dank Jens Stage verließen die Bremer vorerst die Abstiegszone. Die breite Brust brauchen sie, denn gerettet sind sie noch nicht.
Werders Matchwinner Jens Stage ging auch nach dem Spiel noch voran. Mit einem einfachen "Feierabend" löste der Däne seinen Kollegen Olivier Deman nach dem reifen 4:1 bei Union Berlin im Gespräch mit den Journalisten ab und sprach dann selbst über Werders erste Siegesserie der Saison.
"Die Änderungen, die kleinen Dinge, die wir in der Pause gemacht haben, haben super funktioniert. Wir waren super in Kontrolle, viel Ruhe mit dem Ball", sagte der 29-Jährige erfreut. "Das war eigentlich eine fast perfekte zweite Halbzeit."
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Erst gefoult, dann getroffen
Mit dem zweiten Dreier hintereinander sprangen die Bremer, die nach der Niederlage bei St. Pauli vor zwei Wochen noch am Tiefpunkt waren, aus der Abstiegszone auf Rang 13. Dass sie das Spiel in Köpenick in Halbzeit zwei kontrollieren konnten, lag maßgeblich auch an Stages Arbeit in den ersten 45 Minuten.
Erst überließ er Deman den Ball für dessen Schlenzer zum 1:1. Dann köpfte der Däne Werder nach einer Ecke in Führung. Und auch bei einer weiteren spielentscheidenden Szene stand Stage im Mittelpunkt, wenn auch ungewollt. Keine anderthalb Minuten nach dem 1:0 der Berliner trat Unions Andreas Schäfer den Werder-Mann bei einem Zweikampf um und sah Rot.
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Stage rackerte bis zum Schluss
Stage, der mehrere Minuten behandelt werden musste, sagte: "Schiri bin ich nicht. Was ich sagen kann: Er trifft mich ganz hart, das tut weh." Ob Rot die richtige Wahl war, darauf wollte sich der Däne nicht festlegen. Noch mehrmals war er nah an einem zweiten Treffer und an fast allen gefährlichen Aktionen von Werder beteiligt.
Bis in die Schlussphase lief er hart an, ging in jeden Zweikampf. Für seinen neuen Trainer Daniel Thioune ein Symbol für den Werder-Aufschwung. "Das Selbstwertgefühl wird bestärkt dadurch, dass man sich auf seine Vergangenheit ein wenig bezieht und in der Zukunft mutig wieder in seine Aktionen kommt", erklärte der 51-Jährige.
Werder-Profis "endlich wieder in ihren Flow"
Stage sei in der Kabine viel vorangegangen als Führungsspieler in den letzten Wochen. "Auf dem Platz ist es ihm nicht immer gelungen, aber heute auch wieder. Er war da", betonte Thioune. "Woche für Woche sind es immer mehr Spieler, die endlich wieder in ihren Flow, in ihre Energie kommen." Stage lobte im Gegenzug die Umstellungen seines Trainers.
Der Däne ist auch ein wichtiges Vorbild für die jungen Spieler im Kader. "Er und Romano, von denen kann ich mir sehr viel abschauen für die Zukunft", sagte Patrice Covic, dessen Treffer zum 4:1 das i-Tüpfelchen war, über Stage und Romano Schmid. "Ich gucke immer explizit auf die beiden, was die machen, wo ich dann vielleicht noch Sachen besser machen kann, die sie schon überragend machen."
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Covic gelingt 1. Bundesliga-Tor
Das Tor des 18-Jährigen in seiner Geburtsstadt brachte auch Vater Ante auf der Tribüne zu Freudentränen. Für die von Hertha geprägte Familie war es gegen den Stadtrivalen nochmal besonders schön. "Unfassbar, natürlich", sagte Covic, der auch noch verriet, dass Thioune das Team nach Abpfiff zum verdienten Feiern mit den Fans schickte.
Die Misstöne nach dem Pauli-Spiel sind vergessen. Der Schulterschluss gegen Heidenheim wurde in Berlin mit großer Unterstützung fortgesetzt. "Wenn die Fans happy sind, dann sind wir auch happy", sagte Stage.
Thioune predigt weiter Demut
Mit viel Selbstvertrauen geht Werder jetzt in die Duelle mit den direkten Konkurrenten Mainz und Wolfsburg mit dem neuen Trainer Dieter Hecking. Von Überheblichkeit sind die Bremer aber weit entfernt.
"Ich mag es, wenn alle noch ein Stück weit demütig sind, weil wir haben ja nichts erreicht", sagte auch Thioune. "Aber sie können sicher sein, das Gefühl der letzten acht Tage, was wir jetzt miteinander genießen, ist deutlich besser als die vielen Monate davor."
Spielplan
| Datum | Uhrzeit | Heim | Gast | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|
| 11.09.2026 | 20:30 Uhr |
1. FC Union Berlin
Union Berlin
|
FC Schalke 04
Schalke
|
Ergebnis:
-
zu
-
|
| 12.09.2026 | 15:30 Uhr |
Borussia Dortmund
Dortmund
|
SC Paderborn 07
Paderborn
|
Ergebnis:
-
zu
-
|
| 12.09.2026 | 15:30 Uhr |
TSG Hoffenheim
Hoffenheim
|
VfB Stuttgart
Stuttgart
|
Ergebnis:
-
zu
-
|
| 12.09.2026 | 15:30 Uhr |
SC Freiburg
Freiburg
|
Borussia Mönchengladbach
M'gladbach
|
Ergebnis:
-
zu
-
|
| 12.09.2026 | 15:30 Uhr |
FC Augsburg
Augsburg
|
Bayer Leverkusen
Leverkusen
|
Ergebnis:
-
zu
-
|
| 12.09.2026 | 15:30 Uhr |
1. FSV Mainz 05
Mainz
|
Eintracht Frankfurt
E. Frankfurt
|
Ergebnis:
-
zu
-
|
| 12.09.2026 | 18:30 Uhr |
1. FC Köln
Köln
|
Werder Bremen
Werder
|
Ergebnis:
-
zu
-
|
| 13.09.2026 | 15:30 Uhr |
RB Leipzig
Leipzig
|
Hamburger SV
Hamburg
|
Ergebnis:
-
zu
-
|
| 13.09.2026 | 17:30 Uhr |
SV 07 Elversberg
Elversberg
|
Bayern München
FC Bayern
|
Ergebnis:
-
zu
-
|
Tabelle
| # | Mannschaft | Spiele | Siege | U | Niederlagen | Tore | Differenz | Punkte |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 |
FC Augsburg
Augsburg
|
2 | 2 | 0 | 0 | 7:1 | 6 | 6 |
| 2 |
SC Freiburg
Freiburg
|
2 | 2 | 0 | 0 | 5:1 | 4 | 6 |
| 3 |
Borussia Dortmund
Dortmund
|
2 | 2 | 0 | 0 | 5:2 | 3 | 6 |
| 4 |
SV 07 Elversberg
Elversberg
|
2 | 2 | 0 | 0 | 7:5 | 2 | 6 |
| 5 |
1. FSV Mainz 05
Mainz
|
2 | 1 | 1 | 0 | 5:0 | 5 | 4 |
| 6 |
Bayern München
FC Bayern
|
2 | 1 | 1 | 0 | 5:1 | 4 | 4 |
| 7 |
Bayer Leverkusen
Leverkusen
|
2 | 1 | 0 | 1 | 6:3 | 3 | 3 |
| 8 |
RB Leipzig
Leipzig
|
2 | 1 | 0 | 1 | 4:3 | 1 | 3 |
| 9 |
VfB Stuttgart
Stuttgart
|
2 | 1 | 0 | 1 | 5:6 | -1 | 3 |
| 10 |
Werder Bremen
Werder
|
2 | 1 | 0 | 1 | 4:5 | -1 | 3 |
| 11 |
1. FC Köln
Köln
|
2 | 1 | 0 | 1 | 4:6 | -2 | 3 |
| 12 |
SC Paderborn 07
Paderborn
|
2 | 0 | 1 | 1 | 0:1 | -1 | 1 |
| 13 |
Eintracht Frankfurt
E. Frankfurt
|
2 | 0 | 1 | 1 | 4:7 | -3 | 1 |
| 14 |
FC Schalke 04
Schalke
|
2 | 0 | 1 | 1 | 0:3 | -3 | 1 |
| 15 |
1. FC Union Berlin
Union Berlin
|
2 | 0 | 1 | 1 | 3:7 | -4 | 1 |
| 16 |
TSG Hoffenheim
Hoffenheim
|
2 | 0 | 0 | 2 | 4:6 | -2 | 0 |
| 17 |
Borussia Mönchengladbach
M'gladbach
|
2 | 0 | 0 | 2 | 3:7 | -4 | 0 |
| 18 |
Hamburger SV
Hamburg
|
2 | 0 | 0 | 2 | 0:7 | -7 | 0 |
Legende:
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Quelle: dpa.
Dieses Thema im Programm: buten un binnen mit Sportblitz, 8. März 2026, 19:30 Uhr