Werder im Flow – aber war das wirklich schon die Wende?

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Werders Sieg sorgt für Hoffnungsschimmer im Abstiegskampf

Der stärkste Bremer in Berlin: Jens Stage traf nicht nur zum 2:1, der Däne war größter Antreiber beim 4:1-Sieg gegen Union. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz
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Vom Tiefpunkt zum Aufschwung: Auch dank Jens Stage verließen die Bremer vorerst die Abstiegszone. Die breite Brust brauchen sie, denn gerettet sind sie noch nicht.

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Werders Matchwinner Jens Stage ging auch nach dem Spiel noch voran. Mit einem einfachen "Feierabend" löste der Däne seinen Kollegen Olivier Deman nach dem reifen 4:1 bei Union Berlin im Gespräch mit den Journalisten ab und sprach dann selbst über Werders erste Siegesserie der Saison.

"Die Änderungen, die kleinen Dinge, die wir in der Pause gemacht haben, haben super funktioniert. Wir waren super in Kontrolle, viel Ruhe mit dem Ball", sagte der 29-Jährige erfreut. "Das war eigentlich eine fast perfekte zweite Halbzeit."

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Bild: Radio Bremen
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Erst gefoult, dann getroffen

Mit dem zweiten Dreier hintereinander sprangen die Bremer, die nach der Niederlage bei St. Pauli vor zwei Wochen noch am Tiefpunkt waren, aus der Abstiegszone auf Rang 13. Dass sie das Spiel in Köpenick in Halbzeit zwei kontrollieren konnten, lag maßgeblich auch an Stages Arbeit in den ersten 45 Minuten.

Erst überließ er Deman den Ball für dessen Schlenzer zum 1:1. Dann köpfte der Däne Werder nach einer Ecke in Führung. Und auch bei einer weiteren spielentscheidenden Szene stand Stage im Mittelpunkt, wenn auch ungewollt. Keine anderthalb Minuten nach dem 1:0 der Berliner trat Unions Andreas Schäfer den Werder-Mann bei einem Zweikampf um und sah Rot. 

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Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz
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Stage rackerte bis zum Schluss

Stage, der mehrere Minuten behandelt werden musste, sagte: "Schiri bin ich nicht. Was ich sagen kann: Er trifft mich ganz hart, das tut weh." Ob Rot die richtige Wahl war, darauf wollte sich der Däne nicht festlegen. Noch mehrmals war er nah an einem zweiten Treffer und an fast allen gefährlichen Aktionen von Werder beteiligt.

Bis in die Schlussphase lief er hart an, ging in jeden Zweikampf. Für seinen neuen Trainer Daniel Thioune ein Symbol für den Werder-Aufschwung. "Das Selbstwertgefühl wird bestärkt dadurch, dass man sich auf seine Vergangenheit ein wenig bezieht und in der Zukunft mutig wieder in seine Aktionen kommt", erklärte der 51-Jährige. 

Werder-Profis "endlich wieder in ihren Flow"

Stage sei in der Kabine viel vorangegangen als Führungsspieler in den letzten Wochen. "Auf dem Platz ist es ihm nicht immer gelungen, aber heute auch wieder. Er war da", betonte Thioune. "Woche für Woche sind es immer mehr Spieler, die endlich wieder in ihren Flow, in ihre Energie kommen." Stage lobte im Gegenzug die Umstellungen seines Trainers.

Der Däne ist auch ein wichtiges Vorbild für die jungen Spieler im Kader. "Er und Romano, von denen kann ich mir sehr viel abschauen für die Zukunft", sagte Patrice Covic, dessen Treffer zum 4:1 das i-Tüpfelchen war, über Stage und Romano Schmid. "Ich gucke immer explizit auf die beiden, was die machen, wo ich dann vielleicht noch Sachen besser machen kann, die sie schon überragend machen."

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Covic gelingt 1. Bundesliga-Tor

Das Tor des 18-Jährigen in seiner Geburtsstadt brachte auch Vater Ante auf der Tribüne zu Freudentränen. Für die von Hertha geprägte Familie war es gegen den Stadtrivalen nochmal besonders schön. "Unfassbar, natürlich", sagte Covic, der auch noch verriet, dass Thioune das Team nach Abpfiff zum verdienten Feiern mit den Fans schickte.

Die Misstöne nach dem Pauli-Spiel sind vergessen. Der Schulterschluss gegen Heidenheim wurde in Berlin mit großer Unterstützung fortgesetzt. "Wenn die Fans happy sind, dann sind wir auch happy", sagte Stage.

Thioune predigt weiter Demut

Mit viel Selbstvertrauen geht Werder jetzt in die Duelle mit den direkten Konkurrenten Mainz und Wolfsburg mit dem neuen Trainer Dieter Hecking. Von Überheblichkeit sind die Bremer aber weit entfernt.

"Ich mag es, wenn alle noch ein Stück weit demütig sind, weil wir haben ja nichts erreicht", sagte auch Thioune. "Aber sie können sicher sein, das Gefühl der letzten acht Tage, was wir jetzt miteinander genießen, ist deutlich besser als die vielen Monate davor."

Spielplan

Datum Uhrzeit Heim Gast Ergebnis
11.09.2026 20:30 Uhr
1. FC Union Berlin Union Berlin
FC Schalke 04 Schalke
Ergebnis: - zu -
12.09.2026 15:30 Uhr
Borussia Dortmund Dortmund
SC Paderborn 07 Paderborn
Ergebnis: - zu -
12.09.2026 15:30 Uhr
TSG Hoffenheim Hoffenheim
VfB Stuttgart Stuttgart
Ergebnis: - zu -
12.09.2026 15:30 Uhr
SC Freiburg Freiburg
Borussia Mönchengladbach M'gladbach
Ergebnis: - zu -
12.09.2026 15:30 Uhr
FC Augsburg Augsburg
Bayer Leverkusen Leverkusen
Ergebnis: - zu -
12.09.2026 15:30 Uhr
1. FSV Mainz 05 Mainz
Eintracht Frankfurt E. Frankfurt
Ergebnis: - zu -
12.09.2026 18:30 Uhr
1. FC Köln Köln
Werder Bremen Werder
Ergebnis: - zu -
13.09.2026 15:30 Uhr
RB Leipzig Leipzig
Hamburger SV Hamburg
Ergebnis: - zu -
13.09.2026 17:30 Uhr
SV 07 Elversberg Elversberg
Bayern München FC Bayern
Ergebnis: - zu -

Tabelle

# Mannschaft Spiele Siege U Niederlagen Tore Differenz Punkte
1
FC Augsburg Augsburg
2 2 0 0 7:1 6 6
2
SC Freiburg Freiburg
2 2 0 0 5:1 4 6
3
Borussia Dortmund Dortmund
2 2 0 0 5:2 3 6
4
SV 07 Elversberg Elversberg
2 2 0 0 7:5 2 6
5
1. FSV Mainz 05 Mainz
2 1 1 0 5:0 5 4
6
Bayern München FC Bayern
2 1 1 0 5:1 4 4
7
Bayer Leverkusen Leverkusen
2 1 0 1 6:3 3 3
8
RB Leipzig Leipzig
2 1 0 1 4:3 1 3
9
VfB Stuttgart Stuttgart
2 1 0 1 5:6 -1 3
10
Werder Bremen Werder
2 1 0 1 4:5 -1 3
11
1. FC Köln Köln
2 1 0 1 4:6 -2 3
12
SC Paderborn 07 Paderborn
2 0 1 1 0:1 -1 1
13
Eintracht Frankfurt E. Frankfurt
2 0 1 1 4:7 -3 1
14
FC Schalke 04 Schalke
2 0 1 1 0:3 -3 1
15
1. FC Union Berlin Union Berlin
2 0 1 1 3:7 -4 1
16
TSG Hoffenheim Hoffenheim
2 0 0 2 4:6 -2 0
17
Borussia Mönchengladbach M'gladbach
2 0 0 2 3:7 -4 0
18
Hamburger SV Hamburg
2 0 0 2 0:7 -7 0

Legende:

  • Champions League
  • Europa League
  • Europa Conference League Quali.
  • Relegation
  • Abstieg

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Quelle: dpa.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen mit Sportblitz, 8. März 2026, 19:30 Uhr