Bremen: Deich in der Neustadt soll für 27 Millionen Euro erhöht werden
Nächster Deichabschnitt in Bremer Neustadt muss erhöht werden
Geplant ist, mehr als einen Kilometer entlang des Werdersees zu erneuern. Für den breiteren Deich am linken Weserufer müssen einige Anwohner Teile ihrer Grundstücke abgeben.
Das hat die Umweltdeputation am Donnerstagnachmittag beschlossen. Konkret geht es um den Bereich zwischen dem kleinen Binnensee Piepe am Roten Kreuz Krankenhaus bis zum Habenhauser Deich. Oberstes Ziel ist es, die Sicherheit für rund 105.000 Menschen in dem Gebiet hinter dem Deich am linken Weserufer dauerhaft zu gewährleisten.
Der Deich soll aber nicht nur sicherer werden, sondern auch mehr Platz für Fußgänger und Fahrradfahrer bieten. Dafür wird unter anderem der Radweg vom Fußverkehr getrennt. Das alles sind die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie.
"Es ist eine deutliche Optimierung von Hochwasserschutz, Freiraumplanung und Belangen des Fuß- und Radverkehrs. Der Fußweg erhält einen separaten Weg, der Radweg wird im Rad-Premiumroutenstandard geführt", sagt Grünen-Politiker Ralph Saxe. Auch die Opposition unterstützt die Pläne – alle Abgeordneten stimmten dafür. Denn: "Deichschutz ist Überlebensschutz", sagt CDU-Politiker Martin Michalik.
Nach Angaben des Umweltressorts sollen die Arbeiten im Jahr 2029 starten und etwa drei Jahre dauern. Die Planer schätzen die Gesamtkosten für den Bau auf rund 27 Millionen Euro. Etwa 70 Prozent davon können über Bundes- und Landesmittel aus dem Küstenschutz finanziert werden. Die Umweltdeputation hat erst einmal rund 1,4 Millionen Euro für die Planungen beschlossen – der Haushalts- und Finanzausschuss muss allerdings noch zustimmen.
Quelle: buten un binnen.
Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 27. November 2025, 17 Uhr