Pinguins wollen in Mannheim den 2. Sieg holen: "Wir sind ready dafür"
Pinguins hoffen auf das Play-offs-Wunder: "Wir sind ready dafür"
Der 6:1-Sieg am Dienstagabend lässt die Hoffnung bei den Bremerhavenern leben. Durch einen Sieg in Mannheim soll nun ein weiteres Heimspiel erzwungen werden.
Es war ein furioser Abend, den die Fischtown-Fans am Mittwoch in der ausverkauften Eisarena erlebt haben. Den Pinguins drohte nach drei Niederlagen in den ersten drei Spielen gegen die Adler Mannheim bereits das vorzeitige Aus in den Play-offs, doch am Ende durften das Team und die Anhänger gemeinsam einen 6:1-Sieg feiern
Überraschung in Bremerhaven: Pinguins bezwingen Mannheim mit 6:1
"Wir hatten von Anfang an nichts zu verlieren, weil wir mit dem Rücken zur Wand stehen", sagte Pinguins-Stürmer Nino Kinder im Anschluss. Zuvor hatten die Bremerhavener nicht nur im Viertelfinale der Play-offs alle Partien gegen die Mannheimer verloren, sondern auch in der regulären Saison vier Niederlagen kassiert. Kinder ging daher vor allem mit einer wichtigen Erkenntnis aus dem Abend.
Jetzt wissen wir, dass wir die endlich schlagen können.
Nino Kinder im Gespräch mit buten un binnen
Keeper Hungerecker verhinderte den Rückstand
Coach Alexander Sulzer lobte, dass seine Spieler "von Anfang an bereit waren". Für ihn war die Leistung eine deutliche Reaktion auf das "nicht so gute Spiel in Mannnheim". Am Sonntag gingen die Pinguins mit 1:5 bei den Adlern unter. Im Heimspiel setzte der Coach dieses Mal im Tor von Beginn an auf Leon Hungerecker. Schon in Mannheim hatte Sulzer nach zehn Minuten beim Stand von 0:4 reagiert und Hungerecker für Kristers Gudlevskis zwischen die Pfosten gestellt.
Hungerecker zahlte das Vertrauen zurück und bewahrte die Bremerhavener mit ausgezeichneten Paraden vor einem Rückstand. "Solche Spiele machen sehr viel Spaß", freute er sich im Anschluss. Allzu viel wollte er aber nicht über sich selbst sprechen, vielmehr stellte er die Teamleistung in den Vordergrund. "Die Jungs helfen hinten aus und haben mir das Leben einfach gemacht", so Hungerecker.
Am Donnerstag wollen die Pinguins auf 2:3 verkürzen
Noch nie ist es einem Team gelungen, in den Play-offs eine Serie nach einem 0:3 noch zu drehen. Darüber wollen die Pinguins noch nicht sprechen. Stattdessen geht es nun erst einmal um den nächsten Schritt. Am Donnerstagabend (19:30 Uhr) soll in Mannheim der zweite Sieg gelingen. Gelingt es, bestünde die Chance, in einem sechsten Spiel in Bremerhaven am Samstagabend um 19 Uhr zum 3:3 auszugleichen. Für Hungerecker ist klar, dass die Pinguins hierfür an die Leistung vom Dienstag anknüpfen müssen.
Wir müssen von Anfang an da sein. Der Sieg gibt uns Euphorie. Wir sind ready dafür.
Leon Hungerecker
Auch Teammanager Sebastian Furchner setzt darauf, dass das Team das vorzeitige Saisonende noch einmal abwenden kann. Für ihn geht es ebenfalls zunächst einmal darum, durch einen Sieg in Mannheim ein sechstes Spiel zu erzwingen.
Wir fahren mit Wut im Bauch wieder nach Mannheim und wollen die Serie nochmal nach Hause holen.
Teammanager Sebastian Furchner
Adler attackieren Hungerecker – "Das ist Play-off-Hockey"
Die Adler wollen dies natürlich verhindern. Und ihnen ist natürlich nicht entgangen, welch wichtige Rolle Hungerecker für die Pinguins spielt. Daher versuchten sie im letzten Drittel, als beim Stand von 1:6 schon alles entschieden war, Hungerecker zu malträtieren.
Luke Esposito verpasste dem Keeper fernab des Spielgeschehens einen heftigen Check. Wenig später hakte Zach Solow mit dem Schläger bei ihm ein. Für Hungerecker ist dies kein Problem: "Das ist Play-off-Hockey. Sie wollen in den Kopf des Torhüters kommen." Am Donnerstag, das ließ Sulzer durchblicken, dürfte Hungerecker erneut den Vorzug vor Gudlevskis erhalten.
Quelle: buten un binnen.
Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Die Vier am Morgen, 1. April 2026, 6:12 Uhr