Wie Bremer Behörden den Drogenschmuggel in den Häfen eindämmen wollen
Wie Bremer Behörden den Drogenschmuggel in den Häfen eindämmen wollen
Wer Container öffnen will, braucht künftig einen digitalen Schlüssel. Das System erfüllt neue gesetzliche Anforderungen und kommt auch in Niedersachsen und Hamburg zum Einsatz.
Es soll schwieriger werden, über die Bremischen Häfen Drogen zu schmuggeln. Denn Container werden ab Oktober mit einem neuen digitalen System gesichert. Das steht in einer Verordnung, die der Bremer Senat jetzt erlassen hat. Reeder, Terminal-Mitarbeiter und Spediteure benötigen so künftig einen verschlüsselten Zugang, um die Container abzutransportieren.
Angesichts des europaweit steigenden Drogenschmuggels, insbesondere von Kokain, wird durch das neue Verfahren die Nachverfolgbarkeit von Containern deutlich verbessert. Alle relevanten Daten, einschließlich Routen und Abholvorgänge, werden fälschungssicher dokumentiert, sodass die Manipulation von Containern erschwert wird.
Vorbilder sind Antwerpen und Rotterdam
Darüber hinaus soll die Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnern intensiviert werden. Die Neuerungen orientieren sich an bereits etablierten Systemen in Antwerpen und Rotterdam.
Das neue IT-System wird zeitgleich am 1. Oktober auch in Hamburg und Niedersachsen eingeführt. Hintergrund für die Änderung sind neue gesetzliche Anforderungen für mehr Schutz vor Hafenkriminalität.
Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau, 9. September 2025, 16 Uhr