Fragen & Antworten
Wie die Sicherheitskräfte den Freimarkt vor Überfüllung schützen
Das Oktoberfest-Gelände musste mehrfach geschlossen werden, weil sich Menschenmassen auf den Wegen ballten. Die Veranstalter des Freimarkts passen ihr Sicherheitskonzept ständig an die Lage an.
Zeitweise waren derart viele Menschen auf dem Oktoberfestgeländes, dass niemand mehr drauf gelassen wurde. Der Bremer Freimarkt ist mindestens eines der größten Volksfeste Norddeutschlands – wenn nicht das größte. Haben die Veranstalter ein Konzept für den Fall der Überfüllung?
In München hat sich gezeigt, dass Veranstalter und Polizei nicht gut auf eine Überfüllung vorbereitet waren. Wie sieht es in Bremen aus?
Ein Sprecher des zuständigen Wirtschaftsressorts sagt auf Nachfrage von buten un binnen, dass das Sicherheitskonzept fortlaufend überprüft und an die jeweilige Situation angepasst werde. Neben der Behörde seien der beauftragte Sicherheitsdienst, Polizei und Feuerwehr daran beteiligt.
Zum Umgang mit einer möglichen Überfüllung sagt der Sprecher, dass die Zugangskontrollen an allen vorgesehenen Eingängen ein schnelles Eingreifen ermöglichen. Sollte sich eine Überfüllung abzeichnen, werde "kurzfristig über geeignete Maßnahmen" entschieden. Mittels der Zugangskontrollen sollen die Besucherströme möglichst aber schon im Vorfeld einer Überfüllung gesteuert werden. Das sei durch die zwischenzeitliche Schließung des Geländes sowie die gezielte Besucherlenkung zu weniger stark genutzten Zugängen möglich.
Wird die Zahl der Menschen auf dem Freimarktgelände erfasst?
In der Corona-Pandemie wurde ein digitales Besucherzählsystem eingesetzt. Das System habe sich bewährt, sagt der Sprecher der Wirtschaftsbehörde. Derzeit gebe es aber keine Pläne, das System wieder einzusetzen. Ob und in welcher Form es künftig möglicherweise wieder zum Einsatz kommt, sei Teil des ständigen Überprüfungsprozesses des Sicherheitskonzepts. Eine Maximalzahl an Besuchern, die auf das Freimarktgelände dürfen, gebe es derzeit nicht.
Wie beugen die Sicherheitskräfte einer möglichen Überfüllung vor?
Ein privater Sicherheitsdienst ist für die Steuerung der Besucherströme zuständig. Außerdem nutzt die Polizei die nahezu flächendeckende Videoüberwachung, um frühzeitig zu erkennen, ob es sich auf dem Gelände staut.
Wie gehen die Sicherheitskräfte im Fall einer Überfüllung vor?
Die Polizei informiert dann mit Lautsprecherdurchsagen. In diesem Jahr soll laut dem Sprecher der Wirtschaftsbehörde außerdem zum ersten Mal ein Alarmsystem zum Einsatz kommen. Bei technischen Störungen und anderen kritischen Ereignissen soll somit eine schnelle und strukturierte Information möglich sein. Viele Fahrgeschäfte sollen mit dem System ausgestattet werden. Von dort aus sollen dann die Besucher informiert werden.
Quelle: buten un binnen.