Kritik an Plänen für eine Flüchtlingsunterkunft am Bremer Hauptbahnhof
Kritik an Plänen einer Flüchtlingsunterkunft am Bremer Hauptbahnhof
Dort will der Senat die Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge ansiedeln. Die CDU hält den Ort für ungeeignet: Er sei ein Hotspot der Kriminalität. Auch die FDP ist dagegen.
In der geplanten Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge will das Land Bremen in naher Zukunft bis zu 350 Menschen unterbringen. Für eine erfolgreiche Integration seien aber die Rahmenbedingungen entscheidend, sagte CDU-Sozialexpertin Sigrid Grönert. Wegen der Zustände um den Hauptbahnhof hält Grönert den Standort für eine Flüchtlingsunterkunft für unpassend. Wer neu im Land Bremen ankomme, brauche Schutz, Orientierung und Stabilität. Das Umfeld am Hauptbahnhof sei dagegen von einer offenen Drogenszene, Verwahrlosung und Kriminalität geprägt.
Kritik kommt auch von der FDP, insbesondere an den Kosten. Statt für teures Geld Immobilien anzumieten, hätte der Senat lieber leerstehende Wohnungen von öffentlichen Gesellschaften dafür nutzen sollen, so der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Ole Humpich.
Sozialsenatorin Claudia Schilling wies die Kritik zurück: Bremen brauche dringend Wohnraum für Geflüchtete. Der Standort am Hauptbahnhof sichere zudem Zugang zu sozialen Diensten, Bildung, Arbeit und medizinischer Versorgung.
Quelle: buten un binnen.
Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 30. Januar 2026, 15 Uhr